Anmeldung zur Abschlussprüfung

In den anerkannten Ausbildungsberufen werden Abschlussprüfungen durchgeführt. Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden. Sie ist für den Auszubildenden gebührenfrei. Der Ausbildende muss den Auszubildenden zu den Abschlussprüfungen anmelden und freistellen. Für Jugendliche unter 18 Jahren besteht ein Freistellungsanspruch auch für dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorausgeht.

Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder dessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet. Außerdem muss er an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen / Abschlussprüfung Teil 1 teilgenommen sowie Berichtshefte geführt haben. Prüfungstermine für die kaufmännischen und die technischen Prüfungen (schriftlicher Teil) sind in einem vorläufigen Prüfungsplan zu entnehmen.

Vorzeitige Zulassung

Der Auszubildende kann vor Ablauf der Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn seine Leistungen dies rechtfertigen – d. h. er muss überdurchschnittliche Leistungen aufweisen. Dies ist dann der Fall, wenn die Leistungen im Betrieb im Durchschnitt mit der Note „gut“ und die Leistungen in der Berufsschule in den für die Abschlussprüfung wesentlichen Schulfächern im Durchschnitt mit der Note „gut“ (mindestens 2,49) beurteilt werden.
Die Berufsausbildung muss außerdem zum Zeitpunkt der angestrebten Prüfungsteilnahme abgeschlossen sein, d. h. dass die für den Beruf vorgesehenen Kenntnisse und Fertigkeiten abschließend vermittelt werden können.
Anhand der schulischen und betrieblichen Beurteilung entscheidet die IHK über die Zulassung zur vorzeitigen Abschlussprüfung.
Darüber hinaus ist der beantragten vorzeitigen Zulassung der Nachweis über die Teilnahme an der Zwischenprüfung beizufügen.

Externe Zulassung

Unter bestimmten Voraussetzungen können ferner Berufstätige ohne Berufsausbildung oder Personen, die in berufsbildenden Schulen oder sonstigen Einrichtungen ausgebildet worden sind, zur Abschlussprüfung zugelassen werden.

Über die Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die zuständige Stelle. Hält sie bzw. der Vorsitzende die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss.

Durch die Abschlussprüfung muss festgestellt werden, ob der Prüfungsteilnehmer die erforderlichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse besitzt und mit dem ihm im Berufsschulunterricht vermittelten, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Prüfungsanforderungen der Ausbildungsordnung müssen dabei zugrunde gelegt werden. Weitere Einzelheiten können den von den zuständigen Stellen herausgegebenen Prüfungsordnungen entnommen werden.

Dem Prüfungsteilnehmer ist ein Prüfungszeugnis auszustellen. Der Ausbildende hat dem Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ebenfalls ein Zeugnis auszustellen, das Angaben über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse des Auszubildenden erhalten muss. Auf Verlangen des Auszubildenden sind darin auch Angaben über Führung, Leistung und besondere fachliche Fähigkeiten aufzunehmen.

Die Aufforderung zur Anmeldung für die Abschlussprüfung erfolgt automatisch durch die Industrie- und Handelskammer.

  Anmeldeschluss Abschlussprüfung
reguläre Prüfungsteilnehmer, Wiederholer, vorzeitige und externe Prüfungsteilnehmer
Sommer Winter
3. Freitag im Januar 3. Freitag im August

Die Fertigkeitsprüfung für Berufe mit Fertigkeitsteil wird jeweils nach Anmeldeschluss terminlich festgelegt.
Die Prüfung im Fach Informationsverarbeitung der neuen Büroberufe wird in der Regel in der Woche nach der schriftlichen Prüfung absolviert.
Im Ausbildungsberuf Florist/-in tritt künftig folgende Regelung in Kraft: Wenn die schriftliche Abschlussprüfung in der Woche vor Muttertag liegt, findet die Prüfung in diesem Beruf eine Woche vor den übrigen schriftlichen Prüfungen statt.

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