Berufsausbildung in Deutschland - Das Duale System -

Die Berufsausbildung in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt nebeneinander im Betrieb und in der Berufsschule. Nach dem Prinzip des sogenannten dualen Systems übernimmt der Betrieb die berufspraktische Ausbildung, während in der Berufsschule, die im Allgemeinen an ein oder zwei Tagen in der Woche besucht wird, ergänzender berufstheoretischer und allgemeinbildender Unterricht erteilt wird.

Charakteristisches Merkmal ist der mit der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten verbundene Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Ausbildung unter denselben Bedingungen abläuft, unter denen der erlernte Beruf später auch ausgeübt werden muss. Nur im Betrieb kann der Auszubildende einerseits lernen, den wechselnden Anforderungen der betrieblichen Ernstsituation gerecht zu werden und andererseits erfahren, welche vielfältigen sozialen Beziehungen in der Arbeitswelt bestehen. Darüber hinaus wirkt das Lernen durch Mitarbeit und durch die damit verbundenen Erfolgserlebnisse besonders motivierend. Es fördert Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein - Eigenschaften, auf die in einer entwickelten Industriegesellschaft nicht verzichtet werden kann -, weil der Auszubildende die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten an konkreten Arbeitsaufgaben und unter den Bedingungen der Arbeitswirklichkeit unter Beweis stellen kann und den Erfolg seiner Anstrengungen selbst erlebt. Daraus wird deutlich, dass die Ausbildung im Betrieb mehr umfasst als institutionalisierte und organisierte Lernprozesse.

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