Freistellung für Bewerbungsgespräche

Auszubildende haben genau wie andere Arbeitnehmer einen Anspruch auf Freistellung für Bewerbungsgespräche (und für Termine bei der Arbeitsagentur oder für Eignungsuntersuchungen etc.). Der Ausbilder darf dem Azubi also die Zeit für das Bewerbungsgespräch/die Bewerbungsgespräche nicht verwehren. Das gilt zum einen, wenn Arbeits-/ Ausbildungsverhältnisse gekündigt werden (egal, ob vom Unternehmen oder vom Mitarbeiter), zum anderen aber auch, wenn es sich um von vornherein befristete Verhältnisse handelt, ob Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis.

Das bedeutet, dass Auszubildende auch keinen Urlaub nehmen müssen, sondern die Bewerbungstage zusätzlich zu ihrem Jahresurlaub "frei" sind. Allerdings müssen sie die Bewerbungstage ausdrücklich "verlangen", dürfen also nicht einfach unangekündigt der Arbeit fernbleiben. Auch der Grund (Bewerbungsgespräch) und die voraussichtliche Dauer der Abwesenheit muss mit angegeben werden.

Außerdem muss die Zeit des Bewerbungsgespräches in der Regel auch wie Arbeitszeit bezahlt werden. Fehlt der Mitarbeiter für eine "verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit" (so der Gesetzeswortlaut), behält er seinen Entgeltanspruch. Dieser entfällt nur dann (und zwar nicht anteilig, sondern komplett), wenn der Mitarbeiter z.B. eine längere Reise zum Bewerbungsgespräch machen muss und dafür mehrere Tagen oder sogar Wochen ausfällt. Ein bis zwei Tage sind aber auf jeden Fall noch im Rahmen des "nicht erheblichen" Zeitraums - für den dann also bezahlt werden muss.

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Wie sind die neuesten Trends auf dem Ausbildungsmarkt? Welche Trends bilden sich in der Weiterbildung? Wie wollen die nordhessischen Betriebe ihren Fachkräftebedarf decken? Fragen, denen wir gern künftig aktuell auf den Grund gehen möchten. In jeder Ausgabe unseres Newsletters möchten wir Ihnen deshalb eine Frage des Monats stellen, um deren Beantwortung wir Sie gerne bitten möchten. Die Frage des Monats August lautet:
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