Bewachungsgewerbe

Unternehmer, die im Bewachungsgewerbe selbstständig tätig sein wollen, benötigen eine Erlaubnis der zuständigen Behörde. Dies sind im Bezirk der IHK Kassel-Marburg die Städte Kassel und Marburg und ansonsten die Kreisverwaltung (Kreisausschuss). Um die Erlaubnis zu bekommen, müssen Sie persönlich zuverlässig sein, eine Haftpflichtversicherung vorweisen können, über ausreichend Eigenkapital verfügen sowie fachlich qualifiziert sein.

Prüfung
Die Fachkenntnis können Sie durch eine Sachkundeprüfung nachweisen. Folgende Personenkreise müssen eine Prüfung absolvieren:
  • Die mit der Leitung des Gewerbebetriebs beauftragten Personen,
  • bei juristischen Personen die gesetzlichen Vertreter, soweit sie mit der Durchführung von Bewachungsaufgaben direkt befasst sind
  • sowie Personen, die mit der Durchführung von
    1. Kontrollgängen im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit  tatsächlich öffentlichem Verkehr
    2. Schutz vor Ladendiebe
    3. Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken
    4. Bewachungen von Aufnahmeeinrichtungen nach § 44 des Asylgesetzes, von Gemeinschaftsunterkünften nach, § 53 des Asylgesetzes oder anderen Immobilien und Einrichtungen, die der auch vorübergehenden, amtlichen Unterbringung von Asylsuchenden oder Flüchtlingen dienen, in leitender Funktion,
    5. Bewachungen von zugangsgeschützten Großveranstaltungen in leitender Funktion betraut sind.
Die Termine für die Sachkundeprüfung sowie das Anmeldeformular entnehmen Sie bitte der Übersicht unten im Downloadbereich. Die Prüfung besteht aus einer schriftlichen und einer direkt anschließenden mündlichen Prüfung und kostet 150 Euro.
 
Unterrichtung
Die IHK Kassel-Marburg bietet auch Unterrichtungen für angestellte Mitarbeiter an. Die Teilnehmer müssen dabei über deutsche Sprachkenntnisse auf dem Kompetenzniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens verfügen.