Wohin geht die Reise?

Brexit

EU schließt Vorbereitungen für einen möglichen “No-Deal Brexit” ab
Die EU-Kommission hat mitgeteilt, dass ihre Vorbereitungen für einen möglichen ungeregelten Brexit abgeschlossen sind. Diese Vorbereitungen sind essentiell, um das schlimmste Chaos zu verhindern. Einen auch nur halbwegs geordneten No-Deal Brexit können sie jedoch nicht gewährleisten.
Die Vorbereitungsmaßnahmen betreffen beispielsweise die Themen Schienen-, Luft- und Straßenverkehr. Hier sollen durch zeitlich befristete Übergangsregelungen Disruptionen vermieden oder zumindest minimiert werden. Außerdem wird sichergestellt, dass es zu keinen unmittelbaren Störungen bei bestimmten grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen kommt.
- Pressemitteilung der Europäischen Kommission
- Mitteilungen der Kommission zur Vorbereitung auf den Brexit
(GTAI)
Eines ist klar: Mit dem Austritt aus der EU wird Großbritannien zum Drittstaat – mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft. Noch ist unklar, wie sich die Beziehung zur EU entwickeln wird. Wird es eine Übergangsphase geben, während der das Vereinigte Königreich wirtschaftlich durch die Mitgliedschaft in Zollunion und Binnenmarkt mit der EU verbunden bleibt? Gibt es wohl möglich einen harten Brexit? Die Ungewissheit führt zur Verunsicherung der Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich pflegen.
Neue Brexit-Abstimmung: Theresa May spricht sich dagegen aus
In dem Brexit-Chaos in Großbritannien werden immer wieder Forderungen nach einem neuen Referendum laut. Das lehnt Theresa May allerdings kategorisch ab. Aus ihrer Sicht würde eine erneute Volksabstimmung einen "irreparablen" politischen Schaden verursachen. Sie befürchtet einen Vertrauensverlust in die Demokratie und eine weitere „Spaltung“ des Landes. Es bleibt also weiter spannend.
Die Zeit drängt und auf viele deutsche Unternehmen kommen große Herausforderungen zu. Unternehmen sollten sich dringlich mit möglichen Folgen des Brexit beschäftigen.  
Brexit-Online-Checkliste - Um Unternehmen Hilfestellung zu leisten, hat der DIHK ein Online-Tool entwickelt. Es bietet anhand von 18 Themenfeldern Orientierung, wie sich die Unternehmen auf den Brexit vorbereiten können. Wenn aus den unterschiedlichen Themenbereichen diejenigen angeklickt werden, die für den Anwender interessant sind, wird anschließend eine zusammenfassende PDF generiert. Zudem gibt es die Möglichkeit für ergänzende Notizen. Online-Checkliste
Plattform der hessischen Landesregierung / Hessen bündelt Brexit-Wissen im Internet
Unter www.hessen.de hat die hessische Landesregierung eine Plattform freigeschaltet, auf der alle Informationen, die derzeit zur Vorbereitung auf den (ungeordneten) Brexit vorhanden sind, gebündelt werden. Darunter findet sich für den Bereich Wirtschaft auch die Checkliste des DIHK.