Auswirkungen der Corona-Pandemie

Informationen für Unternehmen


Letzte Aktualisierung: 23. Oktober 2020

Regelungen in Hessen

Die Corona-Kontakt-und Betriebsbeschränkungsverordnung wurde aktualisiert. Die Änderungen sind zum 19. Oktober in Kraft getreten und gelten zunächst bis zum 31. Januar 2021. 
Mit diesen Neuregelungen soll ein erneuter Lockdown verhindert werden. Schulen, Kitas, Betriebe und Geschäfte sollen offen gehalten werden. Deshalb müssen bei privaten Feiern, im Urlaub und in der Freizeit zusätzliche Einschränkungen in Kauf genommen werden.

Folgende Änderungen gelten ab dem 19. Oktober:
  • Veranstaltungen / Kulturangebote: Für öffentliche Veranstaltungen gilt weiterhin eine Begrenzung auf 250 Personen. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Hygienekonzeptes. Veranstaltungen mit mehr Personen bedürfen einer Genehmigung durch das örtliche Gesundheitsamt. Die bisherige 3-qm-Regelung bei Veranstaltungen oder Kulturangeboten wie Theater, Konzerten oder Kinos entfällt. Es gelten die allgemeinen Abstands- und Kontaktregeln (1,5m Abstand, max. 10 Personen zusammen) wie bspw. in der Gastronomie.
  • Clubs und Tanzlokale: Es gelten künftig die gleichen Regeln wie für die Gastronomie. Es gilt aber ein Verbot von Tanzveranstaltungen. Dafür sind räumliche Vorkehrungen zu treffen. Die Öffnung von Clubs und Tanzlokalen muss durch das örtliche Gesundheitsamt genehmigt werden.
  • Geschäfte: In Geschäften entfällt die 3-qm-Regelung. Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Die Spielbereiche für Kinder in Geschäften und auf Märkten dürfen wieder öffnen.
  • Märkte: Auf Märkten mit einem erheblichen gastronomischen Angebot gelten jetzt die gleichen Anforderungen wie in Gaststätten. Dazu zählen insb. Abstandsregeln, Angabe von Kontaktdaten und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung für das Service-Personal.
  • Gästelisten / Kontaktnachverfolgung: Die Angabe falscher Daten werden mit einem Bußgeld belegt. Die Betreiber bzw. Veranstalter müssen die Angaben der Gäste auf Plausibilität überprüfen. Dazu kann die Vorlage des Personalausweises bzw. Passes verlangt werden.
  • Körpernahe Dienstleistungen wie bspw. Nagelstudios oder Friseure: Die Kontaktdaten der Kunden müssen für eine mögliche Kontaktnachverfolgung künftig erfasst werden.
  • Reisebestimmungen / Beherbergungsverbot: Das Beherbergungsverbot in Hessen ist aufgehoben.
  • Schwimmbäder: Die 3-qm-Regelung wird aufgehoben. 
  • Mund-Nasen-Bedeckung: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist zukünftig auch in Wahlräumen und in Wahlkabinen und während des Aufenthalts auf Bahnsteigen und an Haltestellen vorgeschrieben.
  • Schulen: In Schulen gilt weiterhin eine Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer, bspw. auf den Schulhöfen oder in den Gängen. Vor Ort können Ausnahmen bestimmt werden. Die neue Verordnung stellt klar: Beim Essen und Trinken darf auch auf dem Schulhof der Mund-Nasen-Schutz abgenommen werden. Gleiches gilt, wenn es zu schulischen Zwecken erforderlich ist.
  • Private Feiern: Private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung werden auf max. 50 Personen begrenzt. Für Feiern in privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen dringend empfohlen.
Bitte beachten Sie besondere Regelungen und Maßnahmen der einzelnen Städte, Landkreise und Kommunen!!!

Das hessische Eskalationskonzept im Ampelsystem

Das hessische Ampelsystem umfasst fünf Eskalationsstufen. Maßgeblich sind die Zahl der aktuell festgestellten Inzidenzen (Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner). Nachfolgend finden Sie die Maßnahmen, die das Land Hessen beim Erreichen der jeweiligen Stufe vorschreibt. Die zuständigen Landkreise und Städte setzen diese Vorgaben durch Allgemeinverfügungen in Recht um. Zusätzlich können die Landkreise und Kommunen weitere Regelungen beschließen.
Grün (Inzidenz <20)
Es gilt die allgemeine Verordnung des Landes Hessen.
Gelb (Inzidenz >20)
•    Öffentliche Veranstaltungen: Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind grundsätzlich mit einem Widerrufsvorbehalt für den Fall steigender Infektionszahlen zu verbinden.
•    Ordnungsämter müssen die Einhaltung der Maßnahmen verstärkt kontrollieren. 
•    Gesundheitsämter: Es muss ein Personalbestand von fünf Mitarbeitenden pro 20.000 Einwohnern zur Kontaktpersonennachverfolgung sichergestellt werden.
Orange (Inzidenz >35)
•    Öffentliche Veranstaltungen: Nicht mehr als 150 Teilnehmende. Ausnahmen müssen vom Gesundheitsamt unter Anwendung eines Hygienekonzepts genehmigt werden. Bereits erteilte darüberhinausgehende Genehmigungen sind zu überprüfen und ggf. zu widerrufen.
•    Maskenpflicht: Die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes wird ausgeweitet auf die Bereiche Vergnügungsstätten (bspw. Freizeitparks), überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen. Patientinnen und Patienten müssen bei einem Transport eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
•    Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen: Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen (oder zwei Hausständen).
•    Feiern in privaten Räumen: Höchstteilnehmerzahl von 15 Personen (oder zwei Hausständen) dringend empfohlen.
•    Sperrstunde: Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten wird den Städten und Gemeinden eine Schließung von 23 bis 6 Uhr empfohlen. Der Odenwaldkreis ergreift diese Maßnahme erst bei Überschreitung einer Inzidenz von 50.
•    Kontrollen: Weitere Verstärkung der Kontrolltätigkeit der Ordnungsämter hinsichtlich der Einhaltung der Corona-Maßnahmen.
Rot (Inzidenz >50)
•    Maskenpflicht: Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten muss zusätzlich auch am eigenen Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Für besonders belebte Straßen und Plätze ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mindestens zu empfehlen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt Maskenpflicht.
•    Private Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen: Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen (oder 2 Hausständen).
•    Feiern in privaten Räumen: Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen (oder zwei Hausständen) dringend empfohlen.
•    Sperrstunde und Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit: Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten ist eine Schließung von 23 bis 6 Uhr festzulegen. Der Konsum im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist zwischen 23 und 6 Uhr verboten.
•    Öffentliche Veranstaltungen: In der Regel nicht mehr als 100 Teilnehmende. Bereits erteilte darüberhinausgehende Genehmigungen sind zu überprüfen und ggf. zu widerrufen. Ausnahmen bedürfen eines mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes.
•    Ordnungsämter: Fokussierung der Tätigkeit der Ordnungsämter hinsichtlich der Einhaltung der Maßnahmen.
Dunkelrot (Inzidenz >75 oder bei weiterem kontinuierlichen Anstieg über zehn Tage über 50)
Zu den oben genannten Maßnahmen wie unter anderem der Sperrstunde gelten folgende Beschränkungen:
•    Kontaktbeschränkungen: Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen treffen.
•    Öffentliche Veranstaltungen: Bereits erteilte oder noch zu erteilende Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen sind mit einem strengen Maßstab zu überprüfen und ggf. zu widerrufen.
Land Hessen: Das hessische Eskalationskonzept im Ampelsystem

Verordnungen und Auslegungshinweise

Hier finden Sie die komplette, aktualisierte Corona-Verordnung (19. Oktober 2020)

Die Auslegungshinweise zur Verordnung sind abrufbar unter https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht

Alle Verordnungen zum Corona-Virus und die Maßnahmen der Hessischen Landesregierung finden Sie unter https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen sowie unter https://www.hessen.de/

Informationen zu finanziellen Hilfen

Unsere umfangreiche Sonderseite zu finanziellen Hilfen befasst sich unter anderem mit diesen Themen:
  • Zuschussförderung (Überbrückungshilfe, Soforthilfe, Kopf Hoch Kassel, Kurzarbeit, Entschädigung)
  • Kreditförderung (Förderprogramme KfW und WIBank, u.a. WIBank Mikroliquidität, KfW-Schnellkredit)
  • Steuerhilfen (Absenkung der Mehrwertsteuer, Verlustrücktrag)
  • Unternehmenskrise und Insolvenz?

Informationen für den Außenhandel

Sonderseite für Außenhandelsunternehmen
Informationen zur Exportabsicherung, Änderungen des europäischen Exportverbots, Zöllen und Steuern und weiteren Themen im Bereich der Außenwirtschaft entnehmen Sie bitte unserer Sonderseite.

Informationen im Bereich Ausbildung, Fortbildung und Sach- und Fachkunde

Der Nachrichtenstand zur Entwicklung rund um das Corona-Virus kann sich mit großer Geschwindigkeit verändern. Aus diesem Grund stellen wir tagesaktuell die uns jeweils bekannt gewordenen wichtigen Informationen ein, von denen wir denken, dass sie für Auszubildende, Ausbilder, Ausbildungsbetriebe, Prüferinnen und Prüfer sowie Lehrerinnen und Lehrer wichtig sind.

Perfect Match: IHK startet Ausbildungsoffensive

Um die Situation auf dem regionalen Ausbildungsmarkt zu stabilisieren, baut die IHK Kassel-Marburg ein umfangreiches Beratungs- und Informationsprogramm auf. Es trägt den Titel „Ausbildung 2020! Perfect Match #GemeinsamDurchstarten“.
Um gezielt zu beraten und zu vermitteln, richtet die IHK eine Berufsorientierungs-Hotline ein (Tel. 0561 7891-300), über die sich Eltern und Schüler seit 18. Mai 2020 täglich zwischen 9 und 17 Uhr beraten lassen können. Ebenfalls melden können sich Unternehmen, denen es Probleme bereitet, Vertragsverhältnisse mit Auszubildenden aufrecht zu erhalten, oder die unsicher sind, ob sie ab Sommer ausbilden sollen.  

Informationen für Arbeitgeber

Vorsichtsmaßnahmen im Betrieb ergreifen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) hat als Hilfestellung ein Faltblatt 10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung (PDF, 900 KB) herausgegeben.


Was tun bei Verdachtsfällen im eigenen Unternehmen?

Treten bei Mitarbeitern in Ihrem Betrieb Symptome einer Covid-19-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges  Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem informiert die Behörde Sie unter anderem darüber, wie Sie sich zu verhalten haben.
Infizierte werden in der Regel vom Gesundheitsamt zu ihren Kontakten in den vergangenen Tagen und zu Symptomen befragt, sie werden namentlich registriert und gegebenenfalls Labortests unterzogen. Hier sollten Sie mit dem Amt kooperieren. Für Kontaktpersonen, die Symptome aufweisen aber nicht schwer krank sind, kann das Gesundheitsamt eine Heim-Quarantäne anordnen.
Das für Ihr Unternehmen zuständige Gesundheitsamt können Sie anhand Ihrer Postleitzahl über die Datenbank des Robert-Koch-Instituts ermitteln.

Arbeitsrechtliche Hinweise

1. Der Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA) folgende Broschüre veröffentlicht: Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie (PDF, 200 KB).
Dort finden Sie Informationen zu folgenden Themen:
  • Arbeitsverhältnisse in Deutschland
    • Arbeitspflicht
    • Mitteilungsobliegenheiten des Arbeitnehmers
    • Vergütungsanspruch (Entgeltfortzahlungsanspruch, Leistungen der Unfallversicherung, Behördliche Maßnahmen)
    • Betriebsrisiko
    • Datenschutzrechtliche Erwägungen
  • Vorbeugende Maßnahmen
  • Arbeitnehmerentsendung
    • Zurückbehaltungsrecht
    • Entgeltfortzahlungsanspruch
    • Leistungen der Unfallversicherung

2. Auswirkungen des Corona-Virus auf das Arbeitsverhältnis: https://www.heuking.de/en/news-events/articles/corona-virus-faq-arbeitsrecht.html

3. Fragen & Antworten zu den arbeitsrechtlichen Folgen der Pandemie stellt das Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen tagesaktuell auf seiner Website zur Verfügung.
5. Informationen zum Thema Kurzarbeit.

Arbeitsschutzstandards und Hygienekonzept

Nach dem Arbeitsschutzstandard des Bundesarbeitsministeriums  gelten klare Grundsätze für das Hygienekonzept in Betrieben. Hier finden Sie Maßnahmen zu Hygiene und Infektionsschutz sowie allgemeine Vorschläge für Unternehmen: Hygienekonzept

Dienstreisen planen: Hinweise des Auswärtigen Amtes beachten

Geschäftsreisende können sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes und der deutschen Auslandsvertretungen über entsprechende Warnhinweise und den aktuellen Verlauf der Infektionskrankheit informieren.
https://www.auswaertiges-amt.de
Weitere arbeitsrechtliche Informationen, wie Kurzarbeit, finden Sie auf unserer Sonderseite: Aktuelle Vereinfachungen für den Bezug und häufige Fragen

Informationen für Mieter und Vermieter

Zum 1. Juli 2020 sind die zivilrechtlichen Vorschriften zum Kündigungsausschluss im Mietrecht sowie zum Zahlungsaufschub bei Verbraucherdarlehensverträgen und existenzsichernden Verträgen wie zum Beispiel über Telefon, Strom und Gas ausgelaufen.

Das bedeutet im Gewerberaum-/Mietrecht:

COVID-19-bedingte Mietschulden für die Monate April 2020 bis Juni 2020 müssen bis spätestens 30. Juni 2022 zurückgezahlt werden. Ab 1. Juli 2020 müssen die normalen Mietzahlungen wieder aufgenommen werden, andernfalls drohen zivilrechtliche Maßnahmen bis hin zur Kündigung.
Weitere Informationen zu den vorübergehenden, jetzt abgelaufenen Regelungen entnehmen Sie bitte unserer Sonderseite: Antworten für Mieter und Vermieter in Zeiten von Corona

Brancheninformationen

Verkehr und Mobilität: Tipps und Hinweise

Aktuelle Regelungen des Bundes und der Länder für Berufskraftfahrer und Gefahrguttransporte.

Corona: Aktuelle Regelungen für den Handel

Welche Regelungen für den Handel unter Corona-Bedinungen gelten, erfahren Sie hier.

Politische Forderungen der IHK-Organisation

Wenn für Selbstständige und kleine Unternehmen die Einnahmen wegbrechen, ist der Fortbestand des Betriebs schnell gefährdet. Um den Unternehmen in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch mit Liquidität zu helfen, fordert der DIHK die Bundesregierung zur schnellen Hilfe auf. Nur so könne eine Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes verhindert werden.
Hier finden Sie die DIHK Statements und Pressemeldungen.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Informationen zu aktuellen Fallzahlen und eine Übersicht der Risikogebiete stellt das Robert Koch-Institut bereit unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Wir sind für Sie da!

Gerne beantworten wir Ihre Fragen.


Nachstehend finden Sie die Ansprechpartner zu folgenden Themen:

Arbeitsrecht (z.B. Kurzarbeitergeld, Fürsorgepflicht)


Vertragsrecht (z.B. Leistungspflichten, Schadensersatzforderungen)


Finanzierungsfragen







Existenzgründung und Unternehmensnachfolge


Außenhandel, Internationale Lieferketten, Exportvorschriften


Prüfungen (z.B. bei Fragen zu IHK-Prüfungen, Prüfungsgebühren, Nachholterminen)