Unterstützung geht in die Verlängerung

Corona-Überbrückungshilfe II


Seite zuletzt aktualisiert: 26. Oktober 2020
Die Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung
Die zweite Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die zweite Phase können ab sofort gestellt werden. Wichtig: Anträge für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) mussten spätestens bis zum 9. Oktober 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die erste Phase zu stellen. Die Antragsfrist für die zweite Phase endet am 31. Dezember 2020.  Weitere Informationen
Anträge können ausschließlich über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beziehungsweise vereidigte Buchprüfer gestellt werden.

Wichtige Informationen zu den Überbrückungshilfen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu finden.

Weitere Hinweise zum Antragsverfahren finden Steuerberater und Wirtschaftsprüfer auf der Seite der Steuerberaterkammer (StBK) Hessen und der Homepage der Wirtschaftsprüferkammer (WPK).

 
An wen kann ich meine Fragen richten?
  • Unternehmen aus Dienstleistungen und Industrie
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Carsten Heustock, Tel. 0561 7891-277 | E-Mail: heustock@kassel.ihk.de
  • Handwerksbetriebe
    Wenden Sie sich bitte an ihre regionale HWK.
  • Gastwirte und Hoteliers
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Daniel Hankel, Tel. 0561 7891-285, E-Mail: hankel@kassel.ihk.de 
  • Handelsunternehmen
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Oliver Stöhr, Tel. 0561 7891-322 | E-Mail: stoehr@kassel.ihk.de

Wie hoch ist die Überbrückungshilfe II?

Die Überbrückungshilfe soll ein Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten der Monate September bis Dezember sein. Entscheidend ist dabei der geschätzte Umsatzrückgang im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat.
Folgende Staffelung ist vorgesehen:
  • >70% Umsatzrückgang = 90% der Fixkosten werden erstattet
  • 50%-70% Umsatzrückgang = 60% der Fixkosten werden erstattet
  • 30%-50% Umsatzrückgang = 40% der Fixkosten werden erstattet
Weitere Details finden Sie unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Wer erhält die Überbrückungshilfe II?

Grundsätzlich sind Unternehmen aller Größen (mit Ausnahme der explizit unter den Ausschlusskriterien genannten Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl), Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen (inkl. landwirtschaftlicher Urproduktion) antragsberechtigt, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:
  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
Unternehmen, die vor dem 1. April 2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der vorgenannten Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.
Als Unternehmen gilt dabei jede rechtlich selbstständige Einheit (mit eigener Rechtspersönlichkeit) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und zum Stichtag 29. Februar 2020 zumindest einen Beschäftigten (unabhängig von der Stundenanzahl) hatte (inklusive gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen). Bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Unternehmen anderer Rechtsformen ohne weitere Beschäftigte (neben den Inhabern) muss zumindest ein Gesellschafter im Haupterwerb für das Unternehmen tätig sein.
Gemeinnützige Organisationen (i.S.d. §§ 51 ff AO) wie beispielsweise Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten, Träger des internationalen Jugendaustauschs oder der politischen Bildung, sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe oder freie Träger der Auslandsadoptionsvermittlung sind somit antragsberechtigt.

Nicht antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind,
  • Unternehmen, ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz,
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben,
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2019 gegründet wurden,
  • Öffentliche Unternehmen,
  • Unternehmen (inkl. verbundene Unternehmen), die die Größenkriterien für den Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erfüllen,
  • Unternehmen mit mindestens 750 Mio. Euro Jahresumsatz und
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb.

Welche Kosten können angesetzt werden?

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten und weitere Kosten. Details finden Sie in der umfangreichen FAQ-Liste des Bundesministeriums. Dort sind auch sehr detaillierte Hinweise zu Provisionsverlusten von Reisebüros.
 Wann und wie kann ich die Überbrückungshilfe beantragen?
Anträge zur Überbrückungshilfe II können ab sofort gestellt werden. Die Beantragung ist ausschließlich über Steuerberater und Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer möglich.
StB und WP müssen sich zunächst über ein zentrales Portal des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) registrieren. Dort können anschließend Anträge für das gesamte Bundesgebiet gestellt werden; auch das Hochladen der einzureichenden Unterlagen wird dort möglich sein. 
Die Anträge werden dann an die in den Ländern zuständigen Stellen weitergeleitet - in Hessen ist die zuständige Stelle das Regierungspräsidium Gießen -, dort bearbeitet und auch von dort ausgezahlt.
Vorgesehen ist ein zweistufiges Antragsverfahren.
Bei Fragen zur Vorbereitung der Anträge und zu weiteren Details wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

Wie finde ich einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer?

Die berufsständischen Kammern und Verbände der Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer bieten auf ihren Homepages Suchservices an:
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Welche anderen Hilfen gibt es?

Unternehmen können über die Hausbanken Förderkredite der hessischen Landesförderbank (WIBank Hessen) oder der KfW beantragen. Der Kleinkredit “Hessen-Mikroliquidität” kann ohne Mitwirkung der Hausbank direkt bei der WIBank beantragt werden. Das Land Hessen stellt außerdem Expressbürgschaften der Bürgschaftsbank Hessen zur Verfügung.