Trotz regen Gründungsinteresses, der Funke zündet nicht

DIHK-Gründerreport 2019

Auch wenn bundesweit immer mehr Teilnehmer zu den IHK-Seminaren zur Unternehmensgründung kamen als 2018, sinkt zugleich die Zahl derer, die anschließend ein konkretes Geschäftskonzept erstellen und mit ihrer IHK besprechen. Die Gründer in spe nennen auch die Gründe: 57 Prozent berichten von zu viel Bürokratie etwa bei Genehmigungen, bei der Umsetzung der DSGVO, bei Steuern und Förderanträgen. Viele beklagen auch schlechtes Internet und einen zu komplizierten Zugang zu öffentlichen Fördermitteln. Deshalb ist jetzt die Politik am Zug: Wir brauchen dringend virtuelle One-Stop-Shops, bei denen Gründer alle Formalien rasch online erledigen können. Bei der DSGVO sind klare Checklisten und ein guter Schutz gegen missbräuchliche Abmahnungen gefragt, wie ihn ja die Bundesregierung nun auch anstrebt. Um das große Start-up-Potenzial Deutschlands zu heben, brauchen wir auch in der Fläche überall schnelles Internet. Für Investoren sollten steuerliche Hürden bei Beteiligungen an Start-Ups abgebaut werden, damit gute Ideen auch wachsen können.
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