Informationen für den Außenhandel

Offene Grenzen - mit Einschränkungen (Aus- und Einreise)

Aktuell werden besonders viele Reisewarnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausgerufen. Wegen hoher Infektionszahlen gilt für viele Drittstaaten, aber auch für Länder oder Regionen innerhalb der EU, Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Das Robert-Koch-Institut aktualisiert regelmäßig die Liste der Risikogebiete, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2 besteht. 
Bei Einreisen nach Deutschland aus einem Risikogebiet gelten die bundeseinheitlichen Vorschriften zur Testpflicht sowie die landesrechtlichen Quarantänevorschriften.
Re-open EU – Interaktive Internetseite der Europäischen Kommission mit Echtzeitinformationen zur Situation an den ‎Grenzen, Reisebeschränkungen, Regeln zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wie Abstandsregeln und Tragen von Mundschutz sowie Tourismusdienstleistungen in den EU-Mitgliedstaaten.

Wirtschaftliche Auswirkungen auf Auslandsmärkte

Einen Überblick über die Situation und die Auswirkungen in verschiedenen Ländern geben die Germany Trade and Invest (GTAI)

AHK-Hilfestellungen für Unternehmen 

Mit welchen Einschränkungen müssen Sie bei der Entsendung von Mitarbeitern oder Warenlieferungen an den Grenzen weltweit rechnen? Können meine ausländischen Partner noch produzieren und liefern oder sind sie von Lockdowns betroffen? Welche Wirtschaftshilfen können Sie für Ihre Niederlassungen weltweit in Anspruch nehmen? Antworten auf diese und auf weitere aktuelle Fragen liefern Ihnen die Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) weltweit.

Coronavirus und Verträge

Was tun, wenn Verträge zwischen deutschen Unternehmen und ihren ausländischen Geschäftspartnern nicht mehr wie vereinbart erfüllt werden können? Liegt bei der Pandemie ein Fall „höherer Gewalt" vor? Und wann ist eine Berufung auf „höhere Gewalt“ möglich? Die Länderberichte der GTAI zum Thema „Coronavirus und Verträge“ geben Interessierten – auf der Basis des jeweils nationalen Rechts - Antworten auf diese und weitere Fragen. 

Exportabsicherung

Nach wie vor übernimmt der Bund Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) für Exporte nach China und andere Coronavirus-Risikogebiete. Auch bestehender Deckungsschutz bleibt uneingeschränkt bestehen. Hermesdeckungen sichern sowohl Schäden in der Phase der Herstellung ab als auch, wenn eine Forderung nach Lieferung ausfällt. Informieren Sie sich am besten direkt auf dem Portal der Auslandsgeschäftsabsicherung der Bundesrepublik Deutschland.
Exportkreditgarantien auf weitere Länder ausgeweitet
Ab sofort können Exportgeschäfte zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen (bis 24 Monate) auch innerhalb der EU und in bestimmten OECD-Ländern mit staatlichen Exportkreditgarantien des Bundes abgesichert werden können. Damit können insbesondere mögliche Engpässe im privaten Exportkreditversicherungsmarkt aufgefangen werden.
Ermöglicht wird dies durch einen Beschluss der Europäischen Kommission vom 27. März 2020, die Bestimmungen der sog. Kurzfristmitteilung zu ändern. Damit wird die Liste der marktfähigen Risiken, also der Länder, für die normalerweise keine Absicherung durch staatliche Exportkreditgarantien zulässig ist, vorübergehend gestrichen. Die Kommission hat damit schnell und flexibel auf die Bitten mehrerer Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, reagiert. Sie hat den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eröffnet, zeitnah und entschlossen zu reagieren, sollten sich private Exportkreditversicherer als Reaktion auf die Corona-Pandemie zurückziehen.
Begünstigte Länder sind neben der EU auch Australien, Island, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Schweiz, USA und das Vereinigte Königreich. Die erweiterten Deckungsmöglichkeiten sind zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Einzelheiten zu den erweiterten Deckungsmöglichkeiten für das Kurzfristgeschäft finden sich auf den Internetseiten des Mandatars des Bundes.

Persönliche Schutzausrüstung - Genehmigungspflichten entfallen

Die Europäische Kommission hatte im April 2020 die Durchführungsverordnung (EU) 2020/568 über die Einführung der Verpflichtung zur Vorlage einer Ausfuhrgenehmigung bei der Ausfuhr von persönlicher Schutzausrüstungen (PSA) veröffentlicht. Die auf 30 Tage befristete Regelung wurde nicht verlängert. Die diesbezüglichen Genehmigungspflichten sind somit entfallen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des BAFA. 

Import von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) 

Die EU-Kommission hat beschlossen, den Marktzugang zu persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) zu beschleunigen und die Überwachung zu vereinfachen. Informationen zum Inverkehrbringen von PSA sowie Coronatests hat die Handelskammer Hamburg auf ihrer Homepage zusammengefasst.  
EU-Kommission befreit Einfuhr von medizinischer Ausrüstung aus Nicht-EU-Ländern von Zöllen und Mehrwertsteuer
Als Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus hat die Kommission am 3. April 2020 beschlossen, den Anträgen der Mitgliedstaaten und des Vereinigten Königreichs auf eine vorübergehende Befreiung der Einfuhr von Medizinprodukten und Schutzausrüstungen aus Drittländern von Zöllen und Mehrwertsteuer stattzugeben. Dadurch wird die Belieferung von Ärzten, Pflegepersonal und Patienten mit der dringend benötigten medizinischen Ausrüstung finanziell erleichtert. Die Maßnahme betrifft Masken und Schutzausrüstung sowie Testkits, Beatmungsgeräte und andere medizinische Ausrüstung. Sie gilt für einen Zeitraum von 6 Monaten, kann jedoch noch weiter verlängert werden. Pressemitteilung der EU-Kommission

Aktuelle Informationen – weiterführende Links

Überblick: Maßnahmen der Länder zur Handelserleichterung in Coronazeiten
Zahlreiche Länder haben im Zuge der Corona-Pandemie Maßnahmen erlassen, die den Handel erschweren, aber auch erleichtern. Welche Maßnahmen jedoch erlassen wurden, ist nicht immer schnell und einfach herauszufinden. Mithilfe des Portals “Covid-19 Trade Facilitation Resource Repository” sollen Unternehmen zahlreiche Informationen gebündelt abrufen können. Dabei liegen Informationen zu Handelserleichterungsmaßnahmen in Form von Berichten, Internetseiten, Tools/Instrumenten und Studien der wichtigsten Interessengruppen bereit.