Coronavirus: Nützliche Tipps und Links

Informationen für Unternehmen


Vordringliche Zielsetzung ist es, die laufenden Belastungen des Betriebes möglichst gering zu halten und die Liquidität zu sichern, damit der Betrieb handlungsfähig bleibt und die aktuelle Krise übersteht.
Die Förderberater der Industrie- und Handelskammern informieren und beraten individuell und diskret über Förderinstrumente. Wichtig ist, sich so früh wie möglich zu melden, um gezielt und rechtzeitig alle Möglichkeiten auszuloten.

Wir sind für Sie da!

Gerne beantworten wir Ihre Fragen.
 
Corona-Virus-Soforthilfeprogramm Hessen 2020
Soforthilfe-Hotline: Die IHK Kassel-Marburg berät unter der neuen Soforthilfe-Hotline 0561 7891-100 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Gründonnerstag von 8 bis 16 Uhr) zu Fragen des Programms. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen keine Auskünfte über den Bearbeitungsstand Ihres Antrags geben können. Sie werden automatisch per eMail über den Stand Ihres Antrags informiert.


Fragen zur finanziellen Hilfe (ausgenommen zur Soforthilfe; bitte rufen Sie unsere eigene Soforthilfe-Hotline an)
- Carsten Heustock (Tel. 0561 7891-277, E-Mail: heustock@kassel.ihk.de)
- Oliver Stöhr (Tel. 0561 7891-322, E-Mail: stoehr@kassel.ihk.de)
- Melanie Amert (Tel. 0561-7891-230, E-Mail: amert@kassel.ihk.de)
- Daniel Hankel (Tel. 0561 7891-285, E-Mail: hankel@kassel.ihk.de)
- Uta Wudonig (Tel. 0561 7891-276, E-Mail: wudonig@kassel.ihk.de)
- Michael Dietzsch (Tel. 0561-7891-284, E-Mail: dietzsch@kassel.ihk.de)
- Richard Straka  (Tel. 0561-7891-315, E-Mail: straka@kassel.ihk.de)

- Geschäftsstelle Marburg: Manuel Siemes (Tel. 06421 9654-14, E-Mail: siemes@kassel.ihk.de)
- Servicezentrum Hersfeld-Rotenburg: Julia Kossack (Tel. 06621 17078-10, E-Mail: kossack@kassel.ihk.de)
- Servicezentrum Schwalm-Eder: Eugen Knoth (Tel. 0561 7891-200, E-Mail: knoth@kassel.ihk.de)
- Servicezentrum Waldeck-Frankenberg: Dr. Peter Sacher (Tel. 05631 9503-10, E-Mail: sacher@kassel.ihk.de)
- Servicezentrum Werra-Meißner: Dr. Michael Ludwig (Tel. 05651 33513-10, E-Mail: ludwig@kassel.ihk.de)
 
Bitte beachten Sie, dass die IHK aktuell für den Publikumsverkehr geschlossen ist, wir sind aber erreichbar!

Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass Sie die hessischen IHKs in der jetzigen Situation nicht immer sofort direkt telefonisch erreichen. Wir wissen um die Dringlichkeit Ihrer Anliegen und geben unser Bestes, um alle Fragen schnellstmöglich zu beantworten. Versuchen Sie es erneut telefonisch oder schreiben Sie eine E-Mail. Unsere Kolleginnen und Kollegen melden sich zeitnah.

Finanzielle Soforthilfe

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen hat ein Soforthilfsprogramm aufgelegt, um hessische Unternehmen aller Branchen angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Virus-Pandemie zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern.
Existenzgefährdete Unternehmen, Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige freier Berufe erhalten einen einmaligen Zuschuss, um die wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Virus-Pandemie zu mindern. Das Soforthilfsprogramm des Landes setzt auf das Programm des Bundes (Eckpunkte des Soforthilfe-Programms auf Bundesebene) für Kleinstunternehmen und Soloselbständige auf und ergänzt dieses.
Wir beraten unter der neuen Soforthilfe-Hotline 0561 7891-100 (Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, Samstag von 9 bis 18 Uhr) zu Fragen des Programms.

Finanzielle Förderprogramme

Einige der hessischen Förderprogramme können zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die aufgrund von Umsatzausfällen von Unternehmen wegen des Corona-Virus entstehen.  
  • Darlehensprogramm Kapital für Kleinunternehmen
    Über das  Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK) der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) können kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Millionen Euro Jahresumsatz Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig.
    Nähere Informationen zum Förderprogramm für Kleinunternehmen auf der Website der WIBank.
  • Darlehensprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen Klammern GUW
    Kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Millionen Euro Umsatz können über das Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)  Betriebsmittelkredite bis 1 Millionen Euro erhalten. 
    Weitere Informationen zum Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen erhalten Sie auf der Website der WIBank.
  • Darlehens Sonderprogramm der KfW
    Sie können über Ihre Hausbank Darlehen der KfW beantragen. Diese Darlehen sind zinsverbilligt und die Hausbank wird zu 90 % von der Haftung freigestellt. Die Antragstellung wurde vereinfacht und beschleunigt.
    Weitere Informationen zu Krediten für Unternehmen finden Sie bei der KfW Bank.
  • Bürgschaften
    der hessischen Bürgschaftsbank bis 2,5 Mio. Euro (auf Grunde der aktuellen Lage wurde die Summe verdoppelt) mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent. Diese bietet die Bürgschaftsbank Hessen in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen an. Dazu zählen auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 312.500 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 80 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden. Der Zugang zur Express-Bürgschaft wurde aktuell stark erleichtert.
    Weitere Infos und Ihren jeweiligen Ansprechpartner zum Thema Bürgschaften finden Sie hier.
  • Bürgschaften Landesbürgschaften
    Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i. d. R. über 1,25 Mio. Euro. In Kooperation mit der Hausbank kann dadurch sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abgesichert werden.
    Weitere Informationen zu Landesbürgschaften.

Hessen-Mikroliquidität - Direktdarlehen der WIBank

Das Land Hessen bietet einen Mikrokredit mit einer siebenjährigen Laufzeit für 0,75 % Zinsen an. Der Kredit kann für den Corona bedingten Betriebsmittel bedarf verwendet werden. Sicherheiten werden nicht benötigt. Das Darlehen ist haftungsfrei gestellt. Den Online-Antrag finden Sie auf der Webseite der WIBank.

Politische Forderungen der IHK-Organisation

Wenn für Selbstständige und kleine Unternehmen die Einnahmen wegbrechen, ist der Fortbestand des Betriebs schnell gefährdet. Um den Unternehmen in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch mit Liquidität zu helfen, fordert der DIHK die Bundesregierung zur schnellen Hilfe auf. Nur so könne eine Pleitewelle unvorstellbaren Ausmaßes verhindert werden.
Hier finden Sie die DIHK Statements und Pressemeldungen.
 

Antragsstellung auf Herabsetzung der Vorauszahlungen und Stundung von Steuerzahlungen bei Ihrem Finanzamt

Da offensichtlich ist, dass aktuell in vielen Unternehmen massive Umsatzeinbrüche bestehen, werden auf Antrag bis zum 31. Dezember 2020 bereits fällige oder fällig werdende Steuerzahlungen in der Regel zinsfrei gestundet, soweit die Forderungen aufgrund finanzieller Probleme in Folge des Corona-Virus nicht geleistet werden können. Anträge auf Stundung sind bis zum 31. Dezember 2020 bei den zuständigen Finanzämtern zu stellen und können sich auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer beziehen.
Darüber hinaus kann auf Antrag auch die Höhe der individuellen Vorauszahlung angepasst werden.

Bitte beachten: Sollten Sie bereits jetzt Anträge auf Stundung der fälligen Steuern oder auf die Anpassung der Vorauszahlungen für die Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 stellen, so sind diese gegenüber der Finanzverwaltung besonders zu begründen.

Zudem können bei den Finanzämtern auch Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer gestellt werden. Die Anpassung der Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer und die Stundung von Gewerbesteuern erfolgt auf Antrag durch die Gemeinden vor Ort. Die Gemeinde ist an ‎den ‎Bescheid des Finanzamts gebunden und wird ‎die  Gewerbesteuervorauszahlung anpassen.
Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Steuerberater oder stellen Sie selbst den Antrag.

Das hessische Finanzministerium hat die Finanzämter sensibilisiert, Anträge zügig zu prüfen.

Die digitalen Formulare der Finanzverwaltung finden Sie hier: ELSTER – alle Formulare

Unterstützung durch die Bank

Wenn Sie als Unternehmen (langfristige) Kreditverbindlichkeiten haben: Sprechen Sie mit ihrer Hausbank über die Möglichkeiten einer Tilgungsaussetzung für den Zeitraum der Krise. Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang, ob die Zinskonditionen noch den aktuellen Marktgegebenheiten angemessen sind und sprechen Sie mit der Hausbank über die Möglichkeiten einer Umschuldung. Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer bei der Bank über die Situation, damit er die reduzierten Kontobewegungen richtig interpretiert.

Unterstützung durch Versicherung

Sie haben eine Betriebsausfallversicherung? Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Versicherungsmakler / Ihrem Versicherer, welche Anträge gestellt werden müssen und wie die Versicherung greift.


Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Ansprüche auf den Gesamtsozialversicherungsbeitrag können gestundet werden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird.Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus, wobei das Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen zu belegen ist.Über den Antrag entscheidet die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständige Krankenkasse.

Informationen für den Außenhandel

Informationen zur Exportabsicherung, Änderungen des europäischen Exportverbots, Zöllen und Steuern und weiteren Themen im Bereich der Außenwirtschaft entnehmen Sie bitte unserer Sonderseite:
Sonderseite für Außenhandelsunternehmen


Unternehmenskrise und Insolvenz?

Justizministerium plant - Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Bei juristischen Personen (z. B. GmbH) oder Gesellschaften ohne Rechtsfähigkeit bei denen keine natürliche Person persönlich haftender Gesellschafter ist (z. B. GmbH & Co. KG) besteht eine Insolvenzantragspflicht spätestens drei Wochen nach Kenntnis des Insolvenzgrundes (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung).
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz spricht derzeit davon, dass durch eine gesetzliche Regelung die Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020 ausgesetzt werden soll. Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen. Ein detaillierter Gesetzentwurf steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Information zur Kurzarbeit

Unter Kurzarbeit versteht man die vorübergehende Verkürzung oder Einstellung (“Kurzarbeit Null”) der betriebsüblichen normalen Arbeitszeit, die sich auf den gesamten Betrieb oder bestimmte organisatorisch abgrenzbare Teile eines Betriebes erstreckt.
Kurzarbeitergeld kann Arbeitsplätze sichern und hilft, die Personalkosten zu reduzieren. Den Link zur Antragstellung finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus 
Die Arbeitsagentur erreichen Sie zu diesem Thema telefonisch unter: 0800 4 5555 20 (gebührenfrei)
Zugang zu Kurzarbeitergeld soll einfacher werden
Das Bundeskabinett hat auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Ausbreitung des Corona Virus reagiert und am 10. März 2020 beschlossen, den Zugang zum Kurzarbeitergeld zu erleichtern. Das neue Gesetz soll noch in der ersten Aprilhälfte in Kraft treten. Die neuen Regelungen werden zunächst bis Ende 2020 gelten. Sie treten rückwirkend ab 1. März in Kraft.