Neue Corona-Hilfen beantragbar!

Überbrückungshilfe III, Neustarthilfe, Eigenkapitalzuschuss

Seite zuletzt aktualisiert: 23. April 2021

Überbrückungshilfe III

Anträge können ausschließlich über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beziehungsweise vereidigte Buchprüfer gestellt werden.

Wichtige Informationen zu den Überbrückungshilfen sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu finden.

Weitere Hinweise zum Antragsverfahren finden Steuerberater und Wirtschaftsprüfer auf der Seite der Steuerberaterkammer (StBK) Hessen und der Homepage der Wirtschaftsprüferkammer (WPK).

 
An wen kann ich meine Fragen richten?
  • Dienstleistungen 
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Melanie Amert, Tel. 0561 7891-230 | E-Mail: amert@kassel.ihk.de
  • Handwerksbetriebe
    Wenden Sie sich bitte an ihre regionale HWK.
  • Gastwirte und Hoteliers
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Daniel Hankel, Tel. 0561 7891-285, E-Mail: hankel@kassel.ihk.de 
  • Handelsunternehmen
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Oliver Stöhr, Tel. 0561 7891-322 | E-Mail: stoehr@kassel.ihk.de
  • Industrie
    Kontaktieren Sie Ihre IHK: Dr. Tobias Heidrich, Tel. 0561 7891-208 | E-Mail: heidrich@kassel.ihk.de

Fördermonate: November 2020 bis Juni 2021.
Antragstellung über prüfende Dritte (Steuerberater) unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/
Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.
Antragsberechtigte:
Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem weltweiten Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen. Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der jeweilige Vorjahresmonat., unabhängig von Schließungsmaßnahmen. 
Höhe der Zuschüsse: Monatliche Fixkostenerstattung (vgl. 2.4 FAQ: Welche Kosten sind förderfähig) in Höhe von: 
- 100 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
- 60 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent, 
- 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent 
jeweils Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Vergleichsmonat des Jahres 2019. 
Keine Erstattung bei Umsatzeinbruch von weniger als 30 Prozent im betreffenden Monat.
Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Oktober 2020 gegründet worden sind, Soloselbständige oder selbständige Angehörige der freien Berufe, die ihre selbständige oder freiberufliche Tätigkeit zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Oktober 2020 aufgenommen haben, können als Vergleichsumsatz wahlweise den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019, den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Juni bis September 2020 in Ansatz bringen. Alternativ können diese Unternehmen bei der Ermittlung des notwendigen Referenzumsatzes auf den monatlichen Durchschnittswert des geschätzten Jahresumsatzes 2020, der bei der erstmaligen steuerlichen Erfassung beim zuständigen Finanzamt im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ angegeben wurde, abstellen. Für sie gilt eine maximale Höhe der Überbrückungshilfe von insgesamt 1.800.000 Euro.
Erhöhung der Förderhöchstgrenze: 1,5 Mio. Euro monatlich, max. 12 Mio. Euro nach EU-Beihilfevorschriften, Förderungen durch Überbrückungshilfe II sowie Novemberhilfe/Dezemberhilfe werden angerechnet. Abschlagszahlungen bis 100.000 Euro pro Monat möglich.

Erweiterung förderfähiger Fixkosten für Einzelhandel, Großhandel, Reisebranche, Pyrotechnikindustrie und Veranstaltungs- und Kulturbranche um zusätzliche Kostenpositionen:
  • Einzelhändler, Hersteller, Großhändler und professionelle Verwender: Abschreibungen auf verderblicher, unbrauchbarer oder Saisonware zu 100% Fixkosten. (u.a. für Weihnachtsartikel, Feuerwerkskörper und Winterkleidung, vgl. Anhang 2, FAQ). 
  • Pyrotechnikindustrie: hier gilt eine branchenspezifische Regelung, die eine Förderung für die Monate März bis Dezember vorsieht, sofern im Dezember 2020 ein Umsatzrückgang von 80% gegenüber dem Vorjahresmonat nachgewiesen werden kann. (vgl. Anhang 3, FAQ)
  • Reisebranche: Förderfähig sind Provisionen bzw. Serviceentgelte von Reisebüros sowie kalkulierte Margen von Reiseveranstaltern für Reisen (Pauschalreisen oder Reiseeinzelleistungen), die seit dem 18. März 2020 storniert wurden (Rücktritt eines Teils vom Vertrag) und im Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 angetreten worden wären. Förderfähig sind zudem für die Reisewirtschaft externe Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für Reisen, die im Zeitraum März bis Dezember 2020 hätten stattfinden sollen. (vgl. 2.5 FAQ)
  • Veranstaltungs- und Kulturbranche: Zusätzlich zu den übrigen förderfähigen Kosten werden für die Veranstaltungs- und Kulturbranche auch die Ausfall- und Vorbereitungskosten für geschäftliche Aktivitäten im Zeitraum von März bis Dezember 2020 erstattet. Dabei sind sowohl interne wie externe Kosten veranstaltungsbezogene und tatsächlich angefallene förderfähig. Bereits erstattete Kosten sind in Abzug zu bringen.. (vgl. Anhang 1, FAQ)
Wahlmöglichkeit: Zuschüsse bis 1,8 Mio. Euro ohne Verlustnachweis möglich (Kleinbeihilfen), bei Zuschüssen von 2 bis 12 Mio. Euro Verlustnachweis erforderlich (Bundesregelung Fixkostenhilfe).
Weitere Informationen zur Antragsstellung erhalten Sie unter: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/

Neustarthilfe für Soloselbstständige

Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch stark von der Corona-Krise betroffen sind, können einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten. Soloselbstständige können Anträge direkt über ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen.
Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden.
Höhe der Neustarthilfe: Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019. 
Auszahlung: Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen.  
Neu: Jetzt auch Antragstellung für Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie Antragstellung über prüfende Dritte für alle (juristische und natürliche Personen) möglich. Bei Ein-Personen-Kapitalgesellschaften muss ein prüfender Dritter die Antragstellung übernehmen.
Weitere Details zur Neustarthilfe, zum Beispiel zur Anrechenbarkeit von Einnahmen und Umsätzen, finden Sie in den FAQ des BMWI.

Eigenkapitalzuschuss

Für Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb mit einem monatlichen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent innerhalb des Zeitraums von November 2020 bis Juni 2021 werden folgende Aufschläge auf die Überbrückungshilfe III im jeweiligen Monat des Erreichens der Schwelle gewährt:
  • 25 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in drei Monaten,
  • 35 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in vier Monaten,
  • 40 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach Nr. 1 bis 11 bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent in fünf oder mehr Monaten.
Die entsprechenden Monate müssen nicht unmittelbar aufeinander folgen. Es werden nur Monate berücksichtigt, für die Überbrückungshilfe III beantragt wurde. Bei Unternehmen, die November- und/oder Dezemberhilfe erhalten, wird im jeweiligen Monat November und/oder Dezember ein Umsatzrückgang von 50 Prozent angenommen.