Beratungsförderung und Zuschüsse

Chancen nutzen: Staat unterstützt Mut zur Digitalisierung

Fördermittel für Digitalisierung
Staatliche Unterstützung für Digitalisierungsmaßnahmen gibt es als Beratungszuschuss („go-digital“ und „RKW Beratungsförderung zur Digitalisierung“) aber auch in Form von Zuschüssen zu Digitalisierungsinvestitionen („Digi-Zuschuss Hessen“) oder F&E („Modellhafte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben“).

Beratungsförderung: Go digital

 Was wird gefördert?
"Digitalisierte Geschäftsprozesse", "Digitale Markterschließung" und "IT-Sicherheit"
 Wer wird gefördert?
 Gewerbliche Wirtschaft und Handwerk mit weniger als 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als 20 Mio €. Autorisierte Beratungsunternehmen übernehmen Antragstellung, Beratungsleistung und Abrechnung. Eine Übersicht bietet die interaktive Beraterlandkarte.
Kriterien an Beratungsunternehmen für eine Autorisierung:
  • Fachliche Expertise
  • Wirtschaftliche Stabilität
  • Gewähr einer wettbewerbsneutralen Beratung
  • Bezug zu kleinbetrieblichen Beratungsklientel
  • Zusammenarbeit mit (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Erfüllung und Gewährleistung der Qualitätsstandards
Wie hoch ist die Förderung?
50 Prozent auf maximalen Beratertagesatz von 1.100 Euro. Der Förderumfang beträgt maximal 30 Tage in einem Zeitraum von einem halben Jahr.


Beratungsförderung des RKW zur Digitalisierung

Was wird gefördert?
Beratungsförderung zu
  • digitalem Marketing und Prozessen 
  • digitalen Geschäftsmodellen
  • Gewährleistung der IT-Sicherheit
  • Förderung auch für Antragstellung bei anderen Programmen.
Wer wird gefördert?
  • Hessische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis 250 Mitarbeiter 
  • Schnelle Abwicklung
  • Persönliches, nicht öffentliches Matching
  • Berater muss Referenzen nachweisen.
  • Professoren, die selbst abrechnen können, sind auch als Berater zugelassen.
Wie hoch ist die Förderung?
Der Zuschuss beträgt 600 EUR je Tagewerk - in EFRE-Vorranggebieten bis zu 650 EUR je Tagewerk - für bis zu zehn Tagewerke. Also maximal 6.000 EUR bzw. 6.500 EUR und max. 50% des Beratungshonorars pro Beratungsprojekt. Hier sind es pro Projekt zwar nur 10 Tage, aber alle Jahre wieder. Man kann also das Programm im Herbst in Anspruch nehmen und erneut ab Januar des Folgejahres. 


Digitalisierungs-Zuschuss Hessen

Was wird gefördert?
  • die Anschaffungen von IKT-Hard- und Software zur Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Betriebsprozessen,
  • die Anschaffungen von IKT-Hard- und Software zur Implementierung einer IKT-Sicherheitslösung,
  • die mit den Anschaffungen verbundenen Dienstleistungen einschließlich der Migration bisheriger Daten und der Portierung von Softwarekomponenten auf die neuen digitalen Systeme sowie erforderliche Schulungen zu den angeschafften digitalen Systemen durch externe Anbieter. 
Wer wird gefördert?
Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie freie Berufe mit einer Betriebsstätte in Hessen.
Wie hoch ist die Förderung?
Max. 10.000 Euro für  Projekte ab zuwendungsfähigen Sachausgaben in Höhe von 4.000 Euro. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent. Die Antragstellung erfolgt bei der WIBank.

Digital-Zuschuss – 3. Aufruf
Bedingt durch die große Nach­frage nach dem För­der­instru­ment waren die ers­ten bei­den För­der­calls (Mai und Juni 2019) inner­halb von weni­gen Minu­ten been­det. Für den 3. Call 2019 wird des­halb das Online-Bewerbungsverfahren am 09.09.2019 zwi­schen 9:00 und 17:00 Uhr unab­hän­gig von der Anzahl der Bewer­ber geöff­net bleiben. Mit­tels eines rechts­si­che­ren Zufalls­ver­fah­rens werden anschließend400 mög­li­che Bewer­bun­gen aus­gewäh­lt und zur Antrag­stel­lung auf­gefor­dert.
Fol­gende Infor­ma­tio­nen wer­den Sie für ihre Online-Bewerbung benö­ti­gen:
• Name des Antrag­stel­lers inkl. Rechts­form
• Bran­chen­zu­ge­hö­rig­keit (Aus­wahl­feld)
• Adresse
• Ansprech­part­ner und Kon­takt­da­ten
• geplan­tes Vor­ha­ben (Aus­wahl­feld)
• Inves­ti­ti­ons­summe
• geplante För­de­rung (50 % der Inves­ti­ti­ons­summe, max. 10.000 €)
Nach der Durch­füh­rung des Zufalls­aus­wahl­ver­fah­rens wer­den den aus­ge­wähl­ten Bewer­be­rin­nen und Bewer­bern die Antrags­un­ter­la­gen zur Ver­fü­gung gestellt. Die Antrag­stel­lung muss pos­ta­li­sch inner­halb von 10 Werk­ta­gen nach der Aus­wahl­mel­dung erfol­gen. Es kön­nen nur voll­stän­dige Anträge abschlie­ßend bear­bei­tet wer­den.
Die Teil­nahme am För­der­call ist am 09.09.2019 zwi­schen 09:00 und 17:00 Uhr auf der Home­page der WIBank, unter der Rubrik „Wo muss der Antrag gestellt wer­den?“ mög­lich.
Mehr Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier.


Förderung von modellhaften Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Was wird gefördert?
Im Fokus der Förderung stehen F&E-Vorhaben aus den folgenden Bereichen: 
  • Technologie & Innovation (themenoffen)
  • CO2-Reduktion
  • Digitalisierung
Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft. Förderfähig sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Anwendungseinrichtungen sowie Transfer- und Wirtschaftsfördereinrichtungen wie Verbände, Vereine oder Kammern und andere Projektträger. Kommunen sind nicht antragsberechtigt.
Gefördert werden einzelbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von KMU oder Verbundvorhaben von KMU in Kooperation mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Transfer- und Wirtschaftsfördereinrichtungen. Die Aufwendungen von Großunternehmen in Verbundvorhaben werden nicht gefördert. 
Wie hoch ist die Förderung?
Die Förderquote beträgt bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben eines Vorhabens.

UnternehmensWert: Mensch plus

Die Chancen der Digitalisierung gewinnbringend einzusetzen, ist auch für die KMU eine wirtschaftliche Notwendigkeit geworden. Dafür benötigen Betriebe nachhaltige Strategien und neue Konzepte. Hier setzt der neue Programmzweig unternehmensWert:Mensch plus (uWM plus) an, indem er betriebliche Lern- und Experimentierräume fördert. Im Rahmen einer professionellen Prozessberatung wird Ihr Unternehmen fit für die Digitalisierung gemacht. In einem beteiligungsorientierten Lernprozess werden passgenaue Lösungen für die digitale Transformation entwickelt und innovative Arbeitskonzepte erprobt.
Ihr Unternehmen kann eine Förderung im Programmzweig uWM plus erhalten, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
  • Sitz und Arbeitsstätte in Deutschland
  • Seit mindestens zwei Jahren am Markt
  • Jahresumsatz weniger als 50 Millionen Euro oder Jahresbilanzsumme geringer als 43 Millionen Euro
  • Weniger als 250 Beschäftigte
  • Mindestens eine/n sozialversicherungspflichtige/n Beschäftigte/n in Vollzeit (Die Berechnung erfolgt nach Jahresarbeitseinheiten. Teilzeitbeschäftigte können anteilig berücksichtigt werden.)
Die Förderung umfasst zwölf Beratungstage, die Förderquote beträgt 80 Prozent, d.h. 20 Prozent des förderfähigen Beratungshonorars sind von den Unternehmen als Eigenanteil aufzubringen. Insgesamt sollten für den Beratungsprozess ca. fünf bis sechs Monate eingeplant werden.
Weitere Informationen zum Programm und Ansprechpartner finden Sie hier.