KMU können Wissenstransferlabor nutzen

Digitale Fabrik

Die Universität Kassel wird mit einem KMU-Wissenstransferlabor künftig kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim digitalen Planen von Produktions- und Logistikprozessen unterstützen. Branchenunabhängig und bundesweit richtet es sich an alle Firmen, die sich mit dem digitalen Planen von Produktions- und Logistiksystemen im Zuge von Industrie 4.0 beschäftigen.

Dafür übergab die hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus Anfang November einen Förderbescheid in Höhe von rund 280.000 Euro an Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel, die Leiterin des Fachgebiets Produktionsorganisation und Fabrikplanung. „Mir ist wichtig, dass wir die Menschen mitnehmen und die Region Nordhessen stärken“, betonte Sinemus. „Denn Innovationskraft geht immer vom Menschen aus.“

Das Wissenstransferlabor bietet die Möglichkeit, beispielsweise automatisierte Produktionsstraßen nach bestimmten Gesichtspunkten wie Effizienz oder Produktionsgeschwindigkeit zu planen. Es ist mit verschiedenen Techniken zur Visualisierung und Simulation ausgestattet. Physische und digitale Modelle ergänzen sich und eröffnen die Chance, dynamische Zusammenhänge besser nachzuvollziehen. Es ist möglich, Digitale Zwillinge der Produktion zu realisieren. 

Dienstleister, Lieferanten und produzierende Firmen können sich außerdem über ihre Situationen und digitalen Reifegrade austauschen.         
„Das Labor ist ein herausragendes Beispiel dafür, welche zentrale Rolle die Digitalisierung an der Universität Kassel schon heute spielt“, sagte Universitäts-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey.
Interessierte Unternehmen wenden sich an das Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung: Tel. 0561 804-1851, E-Mail: sekretariat-pfp@uni-kassel.de