Künstliche Intelligenz

Zeit für Künstliche Intelligenz

KI-Atlas – Zeit für Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst keine Science-Fiction mehr oder etwas aus der Forschung und Entwicklung (FuE). Der Medienhype ist enorm, aber trotz des vielen politischen Zuspruchs findet eine Umsetzung von KI-Anwendungen in der Praxis nur zögerlich statt. So stellt auch das Fraunhofer IAO in einer Studie aus dem Jahr 2019 heraus, dass nur 16% der befragten Unternehmen KI einsetzen, sich weitere 14% in der Vorbereitungsphase befinden und 10% sich mit der Potenzialeinschätzung beschäftigen. Der Großteil der befragten Unternehmen (60%) sind noch in der Informations- und Abwägungsphase (Quelle: Fraunhofer IAO 2019).
Künstliche Intelligenz für Nordhessen
Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem enorme Mengen an Daten erfasst werden. Um diese Daten zu nutzen und einen Mehrwert zu generieren, bieten Methoden der Künstlichen Intelligenz geeignete Ansatzpunkte. Viele KI-Systeme sind bereits heute etablierte Bausteine zur Optimierung von Prozessen und Dienstleistungen, da sich mithilfe von KI effiziente und passgenaue Instrumente entwickeln lassen, die einen branchenübergreifenden Wettbewerbsvorteil ermöglichen.

Beschäftigt man sich mit dem Themenkomplex der Künstlichen Intelligenz, ist bereits der erste Schritt anspruchsvoll. Oftmals fehlt es an Informationen über regionale Anbieter oder Forschungspartner zu KI-Projekten. Mit der Plattform „KI-Atlas“ wird diese Informationslücke geschlossen. Dadurch wird das Wissen um Künstliche Intelligenz, KI-Projekte und Dienstleistungsangebote in Nordhessen transparent. Der „KI-Atlas“ gibt somit einen schnellen und informativen Überblick über die einzelnen regionalen Akteure in Nordhessen. Das betrifft gleichermaßen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die sich intensiv mit KI-Themen befassen.

Wenn Sie ebenso KI-Projekte umsetzen oder Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme suchen, dann wenden Sie sich an uns auf http://ihk-ki-atlas.de/.
Veranstaltungsreihe Künstliche Intelligenz
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz dient weit mehr als nur der Effizienzsteigerung eines Prozesses oder einer Dienstleistung. Um dieses zu verdeutlichen wird mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Darmstadt, eine Veranstaltungsreihe als Online-Format initiiert.
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Beispiele der Seminar-Reihe sind „Grundlagen, Energiemanagement, Zustandsüberwachung für Produktionsanlagen“ oder „Assistenzsysteme“, um nur einige Themenfelder zu nennen:

Hessisches Zentrum für KI gegründet

Neben einer exzellenten Grundlagenforschung soll sie einen konkreten Praxisbezug mit Antworten auf wichtige Herausforderungen unserer Zeit und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft leisten: Das vom Land Hessen geförderte neue Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI-Zentrum Hessen) mit seinem Hauptstandort an der TU Darmstadt. Das Ende August vorgestellte Zentrum wird – das ist bundesweit einzigartig – von 13 hessischen Hochschulen unterschiedlicher Hochschultypen getragen und bündelt so deren jeweilige Stärken. Mit dabei sind auch die Philipps-Universität Marburg und die Universität Kassel.
Das Land richtet 20 zusätzliche Professuren ein und stellt dafür in der fünfjährigen Aufbauphase 38 Millionen Euro zur Verfügung. Das Zentrum für KI wird ein Hauptzentrum an der TU Darmstadt, einen Nebenstandort an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt und weitere regionale Standorte an den beteiligten Hochschulen haben. Das Zentrum und insbesondere die 20 zusätzlichen Professuren sollen exzellente Wissenschaftler nach Hessen holen, bereits hier tätigen Forschern eine attraktive Umgebung bieten und den hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Es soll für Studiengänge aller Fachrichtungen KI-Module anbieten und eine Graduiertenschule aufbauen.
Die hessischen Industrie- und Handelskammern begrüßen das neue Zentrum für Künstliche Intelligenz. Es könne dazu beitragen, hessische Betriebe in ihrer Forschung und Entwicklung zu Künstlicher Intelligenz zu stärken. Ebenso könne Hessen seinen Ruf als Forschungsstandort international weiter ausbauen.

„Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind Technologien der Zukunft. Spitzenforschung und der Transfer der Ergebnisse in die Unternehmen machen ihre Potenziale nutzbar. Je schneller wir KI verstehen und vorantreiben, desto besser sind Hessens Unternehmen im internationalen Wettbewerb aufgestellt. Durch steigende Effizienz in Produktion und Energieverbrauch können sich zudem positive Effekte für die Umwelt ergeben“, sagte Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK). Die Einbindung zahlreicher Hochschulen und Akteure aus ganz Hessen sei für den Transfer in die betriebliche Praxis vielversprechend.

Die hessischen Industrie- und Handelskammern haben dem neuen KI-Zentrum bereits im März umfangreiche Unterstützung zugesagt. Sie wollen dabei helfen, das Forschungszentrum als Austauschplattform für Wissenschaft, Wirtschaft und Anwender zu etablieren.

Online-Kurs zur Künstlichen Intelligenz

Mit dem kostenlosen Online-Kurs „Elements of AI“ der Industrie- und Handelskammern in Deutschland kann nun jeder im Internet Wissen über Künstliche Intelligenz erwerben und testen. Der Kurs ist unter dem Link www.elementsofai.de aufrufbar und zeigt, wie Maschinen lernen, Bilder und Texte erkennen und mit Menschen interagieren. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet in den nächsten fünf Jahren mit einem stark wachsenden Einsatz von KI in allen Wertschöpfungsstufen. „Im digitalen Zeitalter bleiben wir als Deutsche Wirtschaft nur wettbewerbsfähig, wenn wir auch bei Künstlicher Intelligenz an der Weltspitze mitspielen“, sagt DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer zum Ziel des Online-Kurses.
 
In einem gemeinsamen Aufruf werben DIHK und Bundeswirtschaftsministerium für größere Anstrengungen bei der Künstlichen Intelligenz. Danach ist das weltweite Rennen um die Technologieführerschaft in der Künstlichen Intelligenz in vollem Gange. Deutschland und Europa haben hier eine gute Ausgangsposition. „Künstliche Intelligenz ist bereits im Alltag vieler Menschen und Unternehmen angekommen“, betont Schweitzer. So verwalten sprachgesteuerte Assistenten Einkaufslisten, vollautomatische Einparkassistenten verhindern Blechschäden, KI-Systeme sagen Störungen in Maschinen voraus und in der Medizin unterstützen sie Ärzte bei Diagnose und Therapieauswahl.
 
Der Online-Kurs soll nun dazu beitragen, möglichst viele Menschen mit Künstlicher Intelligenz in Berührung zu bringen und Ängste abzubauen. „Jede noch so intelligente Maschine braucht einen Menschen, der sie versteht. Dafür brauchen wir Fachkräfte mit klugen Ideen und dem richtigen Know-How“, ist der DIHK-Präsident überzeugt. Für die Teilnahme am Kurs sind weder mathematische noch Programmier-Kenntnisse erforderlich. Der deutschsprachige Kurs umfasst sechs Module, die bei völlig freier Zeiteinteilung in 30 bis 60 Stunden online absolviert werden können. In Finnland, wo der Kurs ursprünglich entwickelt wurde, haben das Angebot inzwischen mehr als 270.000 Menschen genutzt.
 
Den gemeinsamen Aufruf von DIHK-Präsident Eric Schweitzer und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zur Künstlichen Intelligenz finden Sie hier in ganzer Länge.