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Überbrückungsmöglichkeiten

Finden Sie auch nach längerer Suche immer noch keinen Ausbildungsplatz, sollten Sie sich früh genug um Überbrückungsmöglichkeiten bemühen. Sie können die Zeit z. B. nutzen um sich notwendige Qualifikationen für ihren Wunschberuf anzueignen.

Einstiegsqualifizierung (EQ)
Die Einstiegsqualifizierung ist ein Angebot der Wirtschaft an junge Menschen im Alter bis zu 25 Jahren, die noch keine Ausbildung oder Beschäftigung haben und am 30. September eines Jahres ausbildungssuchend bei den Agenturen für Arbeit gemeldet sind. Im Vordergrund steht, junge Menschen an das Berufsleben heranzuführen, teilweise Erstkontakte herzustellen und betriebliche Abläufe kennenzulernen.
Das Angebot ist ideal für (noch) bedingt ausbildungsfähige Jugendliche, die auch nach Vorbereitungsmaßnahmen keinen Ausbildungsplatz finden konnten. 
Die Einstiegsqualifizierung ist für alle Tätigkeitsbereiche offen. Die Tätigkeiten und Inhalte der Einstiegsqualifizierung sind an staatlich anerkannte Ausbildungsberufe geknüpft. Dadurch ist bei gegenseitigem Interesse der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung jederzeit möglich. Bisherige Erfolgsquote EQ: Übergang in Ausbildungsverhältnis ca. 60% bundesweit.
Die Dauer der Einstiegsqualifizierung beträgt mindestens sechs Monate, maximal jedoch ein Jahr. Im Einzelfall ist eine Anrechnung der Einstiegsqualifizierung von maximal 6 Monaten auf eine nachfolgende Berufsausbildung möglich. Information zur Einstiegsinformation (EQ) erhalten Sie bei IHKs und Agenturen für Arbeit.

Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr
Jugendliche bis zum Alter von 26 Jahren haben die Möglichkeit sich nach der Erfüllung ihrer Schulpflicht sozial zu engagieren. Ein Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr (FSJ/FÖJ) dauert zwischen zwölf und achtzehn Monaten. Wer sich für ein FSJ oder FÖJ entschieden hat, dem stehen im In- und Ausland zahlreiche Möglichkeiten offen. Man kann im Umweltschutz, einem Altenheim, einem Sportverein oder einer Kulturinstitution tätig werden.
Während des Einsatzes erhalten die Teilnehmer ein Taschengeld und i. d. R. eine kostenfreie Unterkunft und Verpflegung.

Zusätzliche Qualifikationen
Nutzen Sie das Überbrückungsjahr, um sich weiterzubilden und zusätzliche Qualifikationen zu erwerben, die Sie von ihren Mitbewerbern abheben. Z.B. können Sie an Lehrgängen oder Kursen der IHK oder der Volkshochschule teilnehmen.
Besuchen Sie eine weiterführende Schule, wenn dies die Chancen auf ihren Wunschberuf erhöht.
Auch durch verschiedene Praktika haben Sie die Möglichkeit zusätzliche Qualifikationen zu erlangen und Kontakte zu unterschiedlichen Betrieben zu knüpfen.
Sie sollten ihre Zeit in jedem Fall sinnvoll nutzen, Lücken in ihrem Lebenslauf verschlechtern ihre Chancen zusätzlich.

  • Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

    Das BVJ ist für noch schulpflichtige Jugendliche ohne Hauptschulabschluss oder schlechten Hauptschulabschluss bzw. Förderschüler vorgesehen, die an keinem Berufsgrundbildungsjahr teilnehmen und in keinem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis stehen. Es beginnt i. d. R. nach den Sommerferien und wird an Berufsschulen durchgeführt. Das Berufsvorbereitungsjahr soll Schüler/innen für den Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis oder auf das Berufsleben vorbereiten. Sie sollen eine Möglichkeit erhalten nachträglich ihren Hauptschulabschluss zu erlangen oder zu verbessern. Das BVJ wird  in Voll- und in Teilzeitunterricht durchgeführt.
  • Berufsgrundbildungsjahr/Berufsgrundschuljahr (BGJ)

    Das BGJ ist für Schulabgänger ohne Ausbildungsstelle gedacht, die wissen, in welchem Berufsfeld sie einmal eine Ausbildung machen wollen. Das BGJ wird vorwiegend an Berufsschulen angeboten und ist eine Form der schulischen Berufsvorbereitung. Zugelassen werden Schüler/innen mit einem Abgangs- oder Abschlusszeugnis der Hauptschule, die ihre gesetzliche Vollzeitschulpflicht erfüllt haben.
    Bei erfolgreichem Abschluss eines einjährigen BGJs kann dieses Jahr auf eine folgende Berufausbildung angerechnet werden, wenn das Berufsfeld des BGJs der Ausbildung entspricht.
  • Summer School

    Die Summer School ist ein Programm der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit. Dieses Programm soll Lücken der schulischen Ausbildung schließen. Die Schüler gleichen in einer zweimonatigen Schulung ihre Schwächen in Mathematik und Deutsch aus, bekommen Unterstützung bei ihrer Bewerbung und können in einem zweiwöchigen Praktikum erste Praxisluft schnuppern.

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