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Qualitätsmanagement

Die Wirtschaftswissenschaft bezeichnet den Teil des Managements als Qualitätsmanagement, der zum Ziel hat, die Effizienz von Produktions- und Geschäftsprozessen zu verbessern. In der Luft- und Raumfahrt, der Pharmaindustrie und der Lebensmittelindustrie sind Qualitätsmanagementsysteme vorgeschrieben. In vielen anderen Branchen werden nur Lieferanten akzeptiert, die ein Qualitätsmanagementsystem vorweisen können. Aber auch ohne gesetzlichen Zwang oder den Druck der Kunden ist es sinnvoll, die Verantwortlichkeiten festzulegen und Prozesse zu dokumentieren.
 

Schritte zur Einführung

Zunächst sollte eine Ist-Aufnahme der betrieblichen Prozesse erfolgen. Dabei kann man sich an folgender Struktur orientieren, die die Prozesse in drei Gruppen teilt:
 
  • Führungsprozesse
  • Kern- bzw. Leistungserbringungsprozesse
  • Unterstützende Prozesse

Die Prozesse sollten dann dahingehend analysiert werden, wie Verantwortlichkeiten und Mitwirkungspflichten festgelegt sind. In welcher Weise Übergänge und Kommunikation an den Nahtstellen geregelt sind, ob es Kennzahlen für die Steuerung der Prozesse gibt, etc. Ebenso ist zu klären, ob die Anforderungen der DIN EN ISO 9001 erfüllt werden. Gegebenenfalls sind hier Modifikationen vorzunehmen. Danach ist das System zu dokumentieren.
 

Dokumentation des QM-Systems

Die Dokumentation des Qualitätsmanagementsystems wird von den Normen explizit gefordert. Es heißt dort: Der Umfang der Dokumentation kann von Organisation zu Organisation unterschiedlich sein aufgrund der Größe und Art der Tätigkeiten, der Komplexität und Wechselwirkung der Prozesse und der Fähigkeiten des Personals. Da Qualitätsmanagementsysteme einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen, müssen die erforderlichen Änderungen in einer sinnvoll gegliederten Dokumentensammlung rationell und risikolos vorgenommen werden können. Für eine gezielte Steuerung der Informationsinhalte und zur Vermeidung der Preisgabe von internem Know-how, empfiehlt sich die Gliederung der Qualitätsmanagementdokumentation in mehrere Hierarchieebenen, wie z. B. in:
 
  • QM-Handbuch
  • Prozessbeschreibungen
  • Arbeits- und Prüfanweisungen

Das Qualitätsmanagementhandbuch ist das Dokument, das die Qualitätspolitik darlegt und das Qualitätsmanagement einer Organisation beschreibt. Es präsentiert sich als Beschreibung von dem, was das Unternehmen unternimmt, um die Qualitätsforderungen der Norm zu erfüllen.
 

Das Qualitätsaudit

Ein Qualitätsmanagement unterliegt aus vielfältigen Gründen einem stetigen Wandel. Auch die Tatsache, dass der Einhaltungsgrad von Anweisungen und Richtlinien mit zunehmender Zeit sinkt, trägt zu diesem Wandel bei. Eine Möglichkeit diese Veränderung unter Kontrolle zu halten, ist das interne Qualitätsaudit, bei dem durch Fragen und Antworten festgestellt wird, ob das "gelebte" Managementsystem von dem dokumentierten System abweicht. Werden Abweichungen festgestellt, so sind geeignete Maßnahmen zur Beseitigung fest zu legen.
 

Zertifizierungsverfahren

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter einem Zertifikat eine dokumentierte Bescheinigung oder Beglaubigung mit meist offiziellem Charakter verstanden. Der Ablauf oder das Verfahren zum Erlangen eines solchen Zertifikats wird Zertifizierung genannt. Zur Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems durch eine unabhängige Stelle (Zertifizierer) sind folgende zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Das Unternehmen hat sein Qualitätsmanagementsystem wirksam eingeführt und den IST-Zustand dieses Systems in einem Qualitätsmanagementhandbuch beschrieben. Das Qualitätsmanagementsystem wurde einem internen Qualitätsaudit unterzogen und durch die Geschäftsführung bewertet. In Deutschland werden solche Zertifizierer von der Trägergemeinschaft Akkreditierung GmbH, Frankfurt, zugelassen und überwacht. Hier kann man auch eine Liste der Stellen bekommen.
 

Unser Angebot

Die IHK-Innovationsberatung bietet folgende Angebote rund um das Thema Qualitätsmanagement:
 
  • Individuelle Orientierungsberatungen
  • Wie kann man das Thema angehen?
  • Informationsveranstaltungen zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
  • Erfahrungsaustausch
  • Informationsmaterial (z. B. Merkblatt, Musterdokumente und die Liste der von der Trägergemeinschaft Akkreditierung GmbH (tga) zugelassenen Zertifizierer)

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