Ausbildung 2020: IHK bietet umfangreiche Beratung für Schüler, Eltern und Betriebe

17. August 2020 – Der 1. August gilt traditionell als Start des Ausbildungsjahres. Zu Monatsbeginn verzeichnet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg mehr als 3.300 neue Ausbildungsverhältnisse. Zugleich ist in diesem Sommer vieles anders: Ausbildungsmessen sind ausgefallen und Vorstellungsgespräche wurden verschoben. Die Folge: Der Ausbildungsmarkt ist in seiner Entwicklung mehrere Wochen hinterher. 
Aktuell sind daher weniger neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen als im Vorjahresmonat. „Darum engagieren wir uns intensiv, um ausreichend Fachkräftenachwuchs für unsere Mitgliedsbetriebe zu gewinnen“, berichtet IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. Die Prognose: Bis in den Winter hinein werden Unternehmen noch Azubis einstellen. „Auf lange Sicht zahlt es sich für die regionale Wirtschaft aus, die gesuchten Fachkräfte selbst auszubilden“, verdeutlicht der IHK-Präsident.
In der IHK-Lehrstellenbörse sind derzeit noch etwa 250 Ausbildungsplätze für Nordhessen und den Altkreis Marburg zu finden, die Agenturen für Arbeit führen noch viele freie Ausbildungsstellen. „Wer schon weiß, was er werden will, sollte unter www.ihk-lehrstellenboerse.de vorbeischauen und sich so schnell wie möglich bewerben“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz. „Allen anderen helfen wir gerne mit Orientierung und Beratung weiter.“ Dazu gehören auch die Eltern, die die IHK im Zuge ihrer Kampagne „Ausbildung 2020! Perfect Match #GemeinsamDurchstarten“ adressiert.
Ebenso steht die IHK Kassel-Marburg den Ausbildungsbetrieben mit Rat und Tat zur Seite und informiert jetzt flankierend zu den Arbeitsagenturen auch über die Möglichkeiten der finanziellen Förderung mit der sogenannten Ausbildungsprämie. Mit dieser möchte der Bund die Unternehmen unterstützen, die den Fachkräftebedarf in der Region während der Corona-Krise sichern.
Kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren konstant halten, erhalten aus dem Konjunkturpaket für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro. Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot sogar erhöhen, erhalten für zusätzliche Ausbildungsverträge 3.000 Euro. Darüber hinaus werden Betriebe finanziell unterstützt, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen. Unternehmen, die Azubis aus Corona-bedingten insolventen Firmen aufnehmen, können eine Übernahmeprämie erhalten.
Betriebe müssen die Förderung bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen. Dabei ist die Bestätigung der zuständigen Kammern über die bisherigen Ausbildungsplätze unverzichtbar, damit die Arbeitsagenturen die Anträge zeitnah bearbeiten können.
Weitere Informationen und die Details gibt es unter der IHK-Hotline 0561 7891-300 und unter praemie@kassel.ihk.de