Nachrichten aus der IHK-Vollversammlung

10.000 Euro jährlich für das Schülerforschungszentrum, Unternehmer setzen Themenagenda


26. September 2019 – Die regionale Wirtschaft begleitet die Erfolgsgeschichte des Schülerforschungszentrums Nordhessen (SFN) weiterhin als verlässlicher Partner. So hat die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg am Dienstagabend beschlossen, die bundesweit einzigartige Einrichtung zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts mit jeweils 10.000 Euro für die Jahre 2020 bis 2022 zu unterstützen. Darüber hinaus hat sich das Parlament der regionalen Wirtschaft eine Themenagenda gegeben und sich mit dem Jahresabschluss der IHK beschäftigt.     

Die Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistungen haben beschlossen, eine vom Präsidium ausgearbeitete IHK-Themenagenda anzunehmen und zugleich betont, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Arbeitsschwerpunkte liegen darauf, den Fachkräftebedarf und die Firmennachfolge zu sichern. Besonders im Fokus stehen darüber hinaus die Themenfelder Infrastruktur, Innovation, Klima und Umwelt, ländlicher Raum sowie Bürokratie. Die Agenda ist offen für neue Themen und Entwicklungen.  

Das Schülerforschungszentrum Nordhessen (SFN) ermöglicht aktuell circa 400 Schülern von der fünften Klasse bis zum Abitur das Lernen und Forschen in den MINT-Fächern Elektrotechnik, Maschinenbau, Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Informatik, Astrophysik und Geophysik. Das Ziel lautet, Jugendliche für MINT-Berufe und MINT-Studiengänge zu begeistern – deren Projekte erhalten regelmäßig Auszeichnungen. Durch dieses Engagement entscheiden sich viele Schüler für einen sogenannten MINT-Beruf und werden zu qualifizierten Mitarbeitern für die regionale Wirtschaft. Dafür stellt die Vollversammlung in den Jahren 2020 bis 2022 jeweils 10.000 Euro im IHK-Haushalt bereit – eine Unterstützung, die die IHK schon seit 2014 leistet.

Außerdem standen die Finanzen auf der Tagesordnung. Der ehrenamtliche Rechnungsprüfer Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse, informierte über den Jahresabschluss. Im Vorfeld hatte die Rechnungsprüfungsstelle für IHKs bereits den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Vollversammlung entlastete das Präsidium, den Präsidenten und die Hauptgeschäftsführerin.

Um die Satzung zu überarbeiten und zu aktualisieren, hat das Parlament der regionalen Wirtschaft eine Arbeitsgruppe berufen. Zu Beginn der Sitzung hatten die Vollversammlungsmitglieder Stefan Kersten (G.E. Habich’s Söhne GmbH & Co. KG, Reinhardshagen) und Björn Bauer (Horn & Bauer GmbH & Co. KG, Schwalmstadt) ihre Unternehmen kurz vorgestellt.

Die IHK Kassel-Marburg übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts hoheitliche Aufgaben, unter anderem in der Aus- und Weiterbildung sowie beim Erstellen von Exportdokumenten. Ferner ist die IHK Dienstleister für Unternehmen, indem sie zum Beispiel Einstiegsberatungen bei Rechtsfragen erteilt sowie kostenlos Jungunternehmer in spe rund um die Existenzgründung berät. Die IHK steht allen Unternehmen – klein oder groß – in jeder Phase ihrer Existenz mit Rat und Tat zur Seite, von der Gründung über die Turnaround-Beratung bis zur Nachfolge. Außerdem vertritt sie das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft gegenüber der Politik.