16. November 2020

Ladenkassen – Stand der Technik überprüfen

Durch das sog. Kassengesetz wurden die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung verschärft. Ladeninhaber sind per Gesetz verpflichtet, ihre Registrierkassen bzw. Kassensysteme mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (sog. TSE) gegen Manipulationen abzusichern. Zur Nachrüstung gewährte das Bundesfinanzministerium eine Frist bis Ende September 2020.
Die meisten Bundesländer erlauben, die Nachrüstung bis zum 31. März 2021, wenn die TSE schon bestellt oder der Einbau bis Ende September beauftragt war bzw. noch keine Cloudlösung zur Verfügung steht. Spätestens ab Frühjahr 2021 müssen die sichereren Kassen aber im Betrieb eingesetzt werden. Wer sich bislang noch nicht gekümmert hat, sollte nun dringend aktiv werden.
„Kassen, die im Zeitraum vom 26. November 2010 bis 31. Dezember 2019 angeschafft wurden und Einzelaufzeichnungen und Speicherungen gemäß dem BMF-Schreiben vom 26. November 2010 vornehmen können, aber nicht durch ein Sicherheitssystem aufrüstbar sind, dürfen noch bis Ende 2022 im Betrieb eingesetzt werden“, so IHK-Handelsexperte Carsten Heustock.
„Auch in Zukunft besteht keine Verpflichtung zur Verwendung elektronischer Kassensysteme, weshalb die Führung einer offenen Ladenkasse noch immer möglich ist. Wegen der höheren Anforderungen an elektronische Kassen ist aber davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung künftig auch bei offenen Ladenkassen genauer prüft“, ergänzt Heustock.