IHK-Regionalversammlung Region Kassel zu den Plänen für die Kasseler Innenstadt

19. August 2019 – Wie sich Kassels Innenstadt als Handels-, Dienstleistungs-, Wohn-, Arbeits- und Kulturstandort weiter entwickeln lässt, hat die Regionalversammlung Region Kassel der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg im Sommer unter anderem mit Stadtbaurat Christoph Nolda diskutiert. Für die ehrenamtlich in dem Gremium engagierten Unternehmer aus den Branchen Handel, Industrie und Dienstleistungen bildet eine gute Erreichbarkeit die Basis für eine zukunftsfähige Innenstadt. Um den Standort weiter zu entwickeln, gelte es, sich entlang der bestehenden innerstädtischen Handelsachsen sowie den öffentlichen und privatwirtschaftlichen Kultureinrichtungen zu orientieren, heißt es in einer von den Unternehmern verabschiedeten Resolution. Weiterhin sprechen sie sich dafür aus, die Ansiedlung weiterer Institutionen in Innenstadtlage anzustreben - zum Beispiel von Bundes- oder EU-Einrichtungen. Am Dienstag, 20. August, befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr der Kasseler Stadtverordnetenversammlung mit den Plänen für die Kasseler Innenstadt.  
"Um erfolgreich zu sein und im maßgeblich durch das Internet getriebenen Strukturwandel in der Innenstadt zu bestehen, bedarf es der gemeinsamen, zielgerichteten Anstrengung aller Akteure: Einzelhändler und Gastronomen inklusive aller betroffenen Werbegemeinschaften, Kultur- und Eventmanager, Stadtplaner und Architekten, Stadtmarketing, Wohnungswirtschaft, Immobilienentwickler und -besitzer", betonte der Vorsitzende der Regionalversammlung und IHK-Vizepräsident, Dr. Friedrich von Waitz. Die IHK arbeitet in Abstimmung mit der Stadt daran, einen Koordinationskreis zu etablieren, der Vertreter dieser Interessengruppen zusammenführt. 
Oberbürgermeister Christian Geselle hatte im vergangenen Jahr im IHK-Handelsausschuss angekündigt, innerstädtische Plätze wie Karlsplatz, Entenanger und Marställer Platz inklusive der Markthalle aufzuwerten sowie die Universität über Holländischen Platz und Pferdemarkt enger anzubinden. "Gemeinsam mit der von Stadtbaurat Nolda in die Diskussion gebrachten Ansiedlung des Documenta-Instituts auf dem Karlsplatz zeigen sich richtige Ansätze", sagte von Waitz. Über die neu gestaltete Königsstraße hinaus ist nach Einschätzung der Unternehmer ein Innenstadtkonzept beziehungsweise Leitbild erforderlich, welches an das bestehende Tourismuskonzept angelehnt ist, um weitere Impulse für den Standortfaktor Innenstadt zu setzen.