Was Firmen bei Gewerbeabfällen beachten müssen

28. Januar 2020 – Seit fast zwei Jahren muss jedes Unternehmen seine Abfälle je nach Art getrennt sammeln. Werden diese dennoch gemischt und müssen nachträglich getrennt werden, drohen hohe Bußgelder. Um über Vollzugshinweise und die damit verbundene Umsetzung aufzuklären, laden die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg sowie das Regierungspräsidium Kassel in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur kostenfreien Veranstaltung „Die Gewerbeabfallverordnung in der Praxis“ ein. Sie findet statt am Mittwoch, 12. Februar, von 10 bis 13 Uhr im FiDT Technologie- und Gründerzentrum Kassel, Ludwig-Erhard-Straße 2 – 12, 34131 Kassel.
Anne-Karin Walter vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt neben der novellierten Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV), die bereits am 1. August 2017 in Kraft getreten ist, die Vollzugshinweise (LAGA M34) der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall vor. Letztere sind erst im Februar 2019 veröffentlicht worden. Eine Zeitspanne, die zeigt, dass die Verordnung erklärungsbedürftig ist und es einiger Auslegungshinweise bedarf, damit Unternehmen sie rechtssicher in der Praxis an-wenden können.
Aus der Vollzugspraxis des RP Kassel berichtet Angelika Großberndt. Die Sicht der Entsorgungswirtschaft sowie der Erzeugerseite erläutern Norbert Heipel, PreZero Service Hessen, und Guido Schwab, Viessmann Werke GmbH & Co. KG. Knackpunkte in der Praxis dürften etwa die neue Auslegung der 90-zu-10-Regelung als Ausnahme von der Vorbehandlungspflicht sein, ebenso wie neue Definitionen bei der technischen Unmöglichkeit sowie der wirtschaftlichen Zumutbarkeit in Bezug auf das getrennte Sammeln und Entsorgen der Abfälle.
Bis Donnerstag, 6. Februar, online anmelden unter: www.ihk-kassel.de/veranstaltungen
Bei Fragen hilft IHK-Umweltreferentin Elke Elsner weiter: Tel. 06421 9654-32, E-Mail: elsner@kassel.ihk.de 
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts hoheitliche Aufgaben, unter anderem in der Aus- und Weiterbildung sowie beim Erstellen von Exportdokumenten. Ferner ist die IHK Dienstleister für Unter-nehmen, indem sie zum Beispiel kostenlos Einstiegsberatungen bei rechtlichen Fragen erteilt sowie kostenlos Jungunternehmer in spe rund um die Existenzgründung berät. Die IHK steht allen Unternehmen – klein oder groß – in jeder Phase ihrer Existenz mit Rat und Tat zur Seite, von der Gründung über die Turnaround-Beratung bis zur Nachfolge. Außer-dem vertritt sie das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft gegenüber der Politik.