IHK-Mitarbeiter spenden für das Heilhaus Kassel

6. Februar 2020 – An das Heilhaus Kassel haben die Mitarbeiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg 1.000 Euro gespendet. Für Idee und Organisation zeichneten die Auszubildenden der IHK verantwortlich. Das Geld kommt dem Hospiz zu Gute, das bundesweit einmalig ist. Als letztes Zuhause ermöglicht es sowohl Kindern als auch Erwachsenen ein würdevolles Sterben – ein Miteinander der Generationen, das es sonst nirgends in Deutschland gibt. 
„Wir wollen Bereiche, die in unserer Gesellschaft in der Regel voneinander getrennt werden, miteinander verbinden: die Geburt, das Leben und das Sterben“, erklärt Chris von Westernhagen, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Heilhaus-Stiftung Ursa Paul zuständig ist. „Wir wollen Krankheit und Tod mitten ins Leben rücken, damit wir Schritt für Schritt die Angst vor diesen Themen verlieren.“ 
Die Spende der IHK soll mit dafür genutzt werden, ein Notstromaggregat anzuschaffen. Denn: Fällt die Energieversorgung länger aus, müssen Hospizbewohner in Krankenhäuser verlegt werden. „Das ist eine zu große Belastung am Lebensende“, ordnet von Westernhagen ein. „Vor zwei Jahren ist bei uns in Rothenditmold schon mal für zwei Stunden der Strom ausgefallen.“     
Im Mai feiert das Heilhaus sein 30-jähriges Bestehen. Dessen Angebot ist in den Jahr-zehnten stetig gewachsen – mit immer neuen Antworten darauf, „was kranke und hilfe-bedürftige Menschen suchen und zuvor nicht gefunden haben“, wie von Westernhagen schildert. Heute vereinen sich unter dem Dach der Stiftung verschiedene Angebote, vom Geburtshaus mit drei Hebammen über eine Kindertagesstätte mit 120 Plätzen so-wie einer Schule für schwerstkranke Kinder bis zu einer Jugendhilfeeinrichtung und einer Praxis für Allgemeinmedizin. In der Heilhaus-Siedlung im Stadtteil Rothenditmold leben aktuell etwa 130 Menschen im Alter zwischen eins und 99. Bei Krankheit und Sterben stehen Pflegedienst und Hospiz zur Seite.
Mehr Infos unter www.heilhaus.org