15. April 2021

Bundestagswahl: IHK-Vollversammlung positioniert sich


VW-Werkleiter Jörg Fenstermann kooptiert
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg hat am Donnerstagnachmittag (15.04.2021) digital getagt. Die Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistung verabschiedeten mit großer Mehrheit zwei Positionspapiere. Zum einen Positionen zur Bundestagswahl, zum anderen das Papier "Statt Beschränkung mehr Befähigung: Grundsatzposition Nachhaltigkeit". Beide Papiere sind hessenweit in der IHK-Organisation abgestimmt und unter www.ihk-kassel.de/bundestagswahl und www.ihk-kassel.de/nachhaltigkeit zu finden. Das Parlament der Wirtschaft beschloss zudem einstimmig die Kooptation von Jörg Fenstermann, Werkleiter der Volkswagen AG Kassel, der seinem Vorgänger Olaf Korzinovski folgt. VW ist größter Arbeitgeber mit rund 16.000 Beschäftigten und strukturprägendes Unternehmen im IHK-Bezirk. Neben weiteren Themen stand die Vorstellung der Wirtschaftsjunioren durch ihren Vertreter Alexander Starke, Geschäftsführer der Starke + Reichert GmbH & Co. KG in Kassel, auf der Tagesordnung.
"Wir werden im Vorfeld der Bundestagswahl das Gesamtinteresse der Wirtschaft wirkungsvoll vertreten. Dazu gehört fraglos das Thema Bürokratieabbau. Die Wachstumsbremse Bürokratie gehört gelöst. Gleichzeitig gilt es, die Potenziale der Digitalisierung zu heben", unterstreicht IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. Er hebt hervor, das Positionspapier zur Nachhaltigkeit zeige, dass in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zunehmend von ihrem Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zur Gesellschaft abhänge: "Wichtige Interessengruppen – von Kundinnen und Kunden über die Politik bis zu den Mitarbeitenden – werden Betriebe verstärkt danach bewerten", so Präsident Jordan weiter. Die heimische Wirtschaft sei bereit, sich dieser Verantwortung mit neuen oder veränderten Geschäftsmodellen zu stellen. "Klar ist dabei, dass die Wirtschaft einen Abbau bürokratischer Hemmnisse, Verschlankung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie Investitionsanreize, Forschungsförderung und Technologieoffenheit benötigt."