24. März 2021

IHK-Präsident appelliert: Planungssicherheit statt Schnellschüsse

Jörg Ludwig Jordan, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg, appelliert mit Blick auf die jüngsten Corona-Beschlüsse und die sich daran anschließende Diskussion an die Politik, Vertrauen in die Eigenverantwortung der Unternehmen zu setzen und bei der Bekämpfung der Pandemie Schnellschüsse zu vermeiden. Zwar müsse man auch der Politik „eine gewisse Fehlerkultur zugestehen“, aber Entscheidungen zu treffen, bei denen weitgehend unklar sei, ob und wie sie in Wirtschaft und Verwaltung überhaupt umgesetzt werden können, „funktioniere einfach nicht.“
Der IHK-Präsident spricht damit die Ratlosigkeit und Unsicherheit an, die der Corona-Gipfel mit seinem Beschluss zur sogenannten „Osterruhe“ bei den Unternehmen ausgelöst hatte. Gleichzeitig begrüßt Präsident Jörg Ludwig Jordan die Rücknahme der ursprünglichen Entscheidungen, die nicht zuletzt Lieferketten und Produktionsabläufe erheblich gefährdet und „insbesondere unseren IHK-Bezirk als Industrie- und Logistikstandort“ hart getroffen hätten: „Es ist gut, dass die angedachte Umwidmung zweier Werktage in ‚gesetzliche Ruhetage‘ vom Tisch ist.“ Dies war von der IHK-Organisation auf regionaler sowie auf Landes- und Bundesebene und vielen weiteren Wirtschaftsverbänden gefordert worden.
Maßnahmen wie strategische Testungen, digitale Kontaktverfolgungen und mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung seien zur Pandemiebekämpfung geeigneter als ständig variierende Lockdown-Regelungen: „Unsere Unternehmen verdienen das Vertrauen der Politik. Es bleibt im sechsten Monat des zweiten Lockdowns dabei: Wir brauchen Planungssicherheit und Entscheidungen, die über die Tagesaktualität hinausgehen.“