22. April 2021

Betriebsärzte ins Impfgeschehen einbinden

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg nimmt die jüngsten Entscheidungen des Bundestags und des Bundesrats zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes zum Anlass, um eine Einbindung der Betriebsärzte ins Corona-Impfgeschehen zu fordern. Diese dritte Säule neben Impfzentren und Hausärzten könnte dazu beitragen, das Impfgeschehen deutlich zu beschleunigen und Ausgangssperren und Lockdowns obsolet werden zu lassen: "Im Interesse eines schnellen Impfprozesses gilt es, zeitnah das Potenzial der Betriebsärzte zu nutzen und damit ein niedrigschwelliges, arbeitsplatznahes freiwilliges Impfangebot für Beschäftigte zu schaffen", so IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. "Nun müssen die Weichen so gestellt werden", so der IHK-Präsident weiter, "dass Unternehmen im Verbund mit Betriebsärzten ihren Beitrag erbringen können. Dazu gehört auch, dass Haftungs- und Dokumentationsfragen geklärt sind." 
Prof. Dr. Markus Pfuhl, Head of Staff & Strategy bei Viessmann und Mitglied der IHK-Vollversammlung, erklärt zur Bereitschaft seines Unternehmens, ins Impfgeschehen einzusteigen: "Als Familienunternehmen mit Hauptsitz in Nordhessen möchten auch wir einen Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie leisten. Gemäß unseres Prinzips #1 'Sicherstellen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien gesund und sicher sind!' planen wir Impfungen gegen Covid-19 für die Mitglieder unserer weltweiten Viessmann-Familie und deren Familien." Pfuhl ergänzt: "Unsere Bereitschaft zur Durchführung von Impfungen haben wir gegenüber den politischen Entscheidern sehr deutlich gemacht, konnten aber bisher keine Berücksichtigung finden. Wir hoffen sehr, dass sich dies in den kommenden Wochen ändert."
Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben ein Impfkonzept vorgelegt, an dessen Umsetzung die deutsche Wirtschaft in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit arbeitet. Informationen finden sich dazu unter www.ihk-kassel.de/wirtschaftimpft