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Über 250 Jahre IHK Kassel-Marburg

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1710 wurde in Cassel nach dem Vorbild der spanischen consulados (erstmals 1283 in Valencia) und der französischen Conseil de Commerce (seit 1664) die fürstliche Commercien-Cammer eingerichtet. Damit ist die IHK Kassel-Marburg nach der Handelskammer Hamburg die IHK mit der ältesten Geschichte in Deutschland.
 
Die Commercien-Cammer wurde 1710 von Landgraf Karl gegründet. Karl hatte die Ansiedlung von Hugenotten in der Landgrafschaft Hessen-Kassel gefördert und über diese von den französischen Conseil de Commerce erfahren. Die Kammer bestand aus einem ernannten Directeur und vier ernannten Kaufleuten, den Consuln. Aufgabe war die Überwachung von Handel und Gewerbe. Die Kammer bildete die oberste Handelsgerichtsbarkeit. Appellationen gegen die Urteile der Kammer waren nur beim Landgrafen möglich. Die Consuln hatten das Recht auf direkten Vortrag beim Landgrafen. Die Commercien-Cammer wurde bereits nach wenigen Jahren aufgelöst. Der Commerzien-Directeur Gasparini betrieb eine (im Merkantilismus übliche) Politik des konsequenten Protektionismus und verlor darüber zunächst den Rückhalt in der Kaufmannschaft und dann beim Landgrafen. Gasparini musste sich dem Geheimen Rat gegenüber verantworten und die Kammer wurde aufgelöst.

1763 wurde mit dem Commerz-Colleg ein neuer Versuch vorgenommen, eine Verwaltung der Wirtschaft unter Beteiligung der Kaufleute einzurichten. Landgraf Friedrich II. hatte aus dem Scheitern der Commercien-Cammer die Lehre gezogen, eine enge Anbindung des Collegs an die Regierung sicherzustellen. Direktor war daher der Präsident der Kriegs- und Domainenkammer. Weitere Mitglieder wurden von der Casseler Regierung, der Justiz und der Kasseler Kommunalverwaltung benannt. Aus der Wirtschaft wurden zwei Kaufleute zur Mitarbeit herangezogen. Diese trugen den Titel Kommerzien-Assessor und hatten beratende Funktion.

Seit der Gründung hat sich viel verändert. Aus dem landgräflichen Cassel mit seiner merkantilen Struktur ist ein prosperierender Wirtschaftsraum in der Mitte Deutschlands geworden. Die Oberzentren Kassel und Marburg bilden die Achsen der flächenmäßig größten Kammer in Hessen. Geblieben ist das Prinzip der Selbstverwaltung - ein wirklich hohes Gut der deutschen Wirtschaft.

Im Jahr 2013 feierte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg ihr 250-jähriges Bestehen.

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